Luca Cunti: «0:2 bedeutet noch gar nichts!»

30. März 2018, 07:37 Uhr
Luca Cunti sagt, dass das 0:2 in der Serie noch nichts bedeute: «Wenn wir weiterspielen wie am Donnerstag am Schluss, dann wird Biel einbrechen.»
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der EHC Biel überrascht auch in den Halbfinals weiter. Die Seeländer führen nach dem 2:1-Auswärtssieg in Lugano in der Serie mit 2:0. «0:2 bedeutet aber noch gar nichts», meint Luganos Luca Cunti.

Wirklich nicht? Cunti: «Nein, wirklich nicht. Wenn wir so weiterspielen wie am Donnerstag im Schlussdrittel, dann werden die Bieler schon einbrechen und wir die Serie noch kehren.» Warum aber gewann Lugano keines der ersten beiden Spiele? Cunti: «Eigentlich machten wir nicht viel falsch. Uns unterlaufen aber noch zu viele Fehler. Wir schenken ihnen für meinen Geschmack zu viele Chancen. Das müssen wir ändern.»

Die Bieler sehen die Ausgangslage natürlich anders: «Ein Break in Lugano ist eine grandiose Sache», sagte Jan Neuenschwander vom EHCB. «Jetzt müssen wir uns bis am Samstag gut erholen und dann gleich den dritten Sieg einfahren.»

Der EHC Biel überzeugte insbesondere mit mentaler Stärke in den ersten Halbfinals. Die Seeländer lagen in beiden Partien am Anfang zurück, kämpften sich aber zurück. Neuenschwander: «Lugano versuchte, uns zu provozieren. Sie begannen die Partie enorm aggressiv. Aber wir blieben ruhig. Und wir wissen mittlerweile, dass wir auch nach Rückständen in Spiele zurückfinden. Wir wissen, dass wir das können. Aber wir wollen das Glück nicht jedes Mal herausfordern. Mit wäre es lieber, wenn wir am Samstag ausnahmsweise mal in Führung gehen.»

Das Kuriosum der Runde ereignete sich im ausverkauften Hallenstadion, wo der Schlittschuhclub Bern die andere Halbfinalserie gegen die ZSC Lions mit einem 4:3-Auswärtssieg nach Verlängerung wieder ausglich. Simon Bodenmann erzielte das Siegtor in der 68. Minute. Das Assist lieferte der Schiedsrichter. Bodenmann: «Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein solches Tor erzielt zu haben. Lukas Flüeler wehrt einen Schuss zur Seite ab, der Puck springt dem Schiedsrichter an den Schlittschuh und ich habe das offene Tor vor mir.»

Riesig viel Glück habe sein Team in dieser entscheidenden Szene gehabt, so Bodenmann. «Andererseits hätten wir die Partie schon vorher gewinnen können. Gerade mir boten sich sehr viele Chancen, aber ich nützte sie nie. Aber egal: Am Ende schafften wir trotz des Fehlstarts (0:2-Rückstand im Startdrittel) das Break.»

Auch Gaëtan Haas attestierte seinem SCB Glück und Nervenstärke: «Wir hatten uns viel vorgenommen. Dann folgte der Fehlstart. Aber wir blieben ruhig. Wir wussten, dass die Partie noch lange dauert und dass wir unsere Chance kriegen würden. Und am Ende, so denke ich zumindest, siegten wir verdientermassen.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 30. März 2018 01:01
aktualisiert: 30. März 2018 07:37