National League

Lugano am Ende und Chris McSorley am Anfang

1. April 2022, 06:53 Uhr
Lugano hat in der Qualifikation enttäuscht (9. Rang) und in den Viertelfinals gegen den EV Zug kein Spiel gewonnen. Aber Chris McSorley, der Trainer, steht nicht zur Diskussion.
Chris McSorley glaubt an seinen Dreijahresplan mit dem HC Lugano
© KEYSTONE/TI-PRESS/Pablo Gianinazzi

Nein, Chris McSorley (59) wird in Lugano trotz der zweitschlechtesten Qualifikation seit dem letzten Titelgewinn (2006) fast gefeiert. Zum Vergleich: Serge Pelletier, sein Vorgänger, führte Lugano vor einem Jahr in der Regular Season auf Platz 2 und scheiterte danach ebenfalls in den Viertelfinals, an den Rapperswil-Jona Lakers. Pelletier musste McSorley Platz machen.

McSorley soll Lugano langfristig Richtung Spitze zurückführen. Sein Dreijahresplan kann immer noch aufgehen. «Für Chris (McSorley) begann am Donnerstagabend die neue Saison», so Präsidentin Vicky Mantegazza. «Wir sind sicher, mit McSorley auf dem richtigen Weg zu sein.»

Chris McSorley ist es fast peinlich, dass in Lugano nach dem Ausscheiden gegen Zug niemand frustriert ist: «Es ist nicht so, dass wir zufrieden sind. Niemand ist bei uns glücklich, wenn wir verlieren.»

Lugano hat gegen Zug in den ersten drei Viertelfinals gut gespielt, aber nie gewonnen. Der Torhüter machte den Unterschied aus. Niklas Schlegel, der Goalie Luganos, hätte besser sein müssen als Leonardo Genoni, der Nationaltorhüter vor dem Gehäuse des EV Zug. Das war natürlich nicht möglich. Es kann davon ausgegangen werden, dass Lugano nächste Saison mit einem ausländischen Keeper in die Saison steigen wird.

Nur am Goalie lag es natürlich auch nicht. Chris McSorley: «Wir haben zuviele Elfmeter verschossen. Und wenn du zu wenig diszipliniert spielst, dann gewinnst du nicht. Jenes Lugano, das gegen Zug ausgeschieden ist, war nicht mehr ganz so gut wie das Lugano, das vorher Servette geschlagen hat.» Und ganz am Schluss fügte McSorley auch noch an, dass «man mit 19 Gegentoren in vier Viertelfinalspielen nicht weit kommen kann».

Aber Präsidentin Mantegazza stützt dem Coach den Rücken: «Es ist bitter und enttäuschend, in vier Spielen gegen Zug auszuscheiden. Aber das Resultat von 0:4 widerspiegelt nicht, was wir auf dem Eis gesehen haben. Lugano hätte die ersten drei Spiele alle auch gewinnen können. Aber so ist Sport. Generell verlief die Saison problematisch. Aber wir sind nie in Panik verfallen, wenn es nicht gut lief.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. April 2022 06:53
aktualisiert: 1. April 2022 06:53
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