Luzern bodigt den FCSG mit 3:0

5. November 2017, 21:10 Uhr
War das der Befreiungsschlag? Luzerns Spieler bejubeln den 3:0-Sieg gegen St. Gallen
War das der Befreiungsschlag? Luzerns Spieler bejubeln den 3:0-Sieg gegen St. Gallen
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Dem FC Luzern gelingt gegen St. Gallen der erhoffte Befreiungsschlag. Mit dem 3:0-Heimsieg gegen die harmlosen St. Galler geben die Zentralschweizer die Rote Laterne an Lugano weiter.

«Wir haben die ersten fünf Minuten geschlafen und das haben die Luzerner ausgenutzt. Sowas ist bitter. Wir müssen einmal mehr nach einer guten Leistung einstecken», sagt der enttäuschte Alain Wiss nach der 0:3 Niederlage in Luzern. An was es liegt, dass der FC St. Gallen so hadert mit der Leistung ist Wiss nicht klar: «Wir gingen motiviert in dieses Spiel und bekamen ein solches Resultat.»

Früher Führungstreffer paralysierte die St. Galler

Zweimal waren die Luzerner in der Super League zuletzt ohne Torerfolg geblieben. Nun benötigten sie nur 94 Sekunden, um ihren 263-minütigen Torbann zu brechen. Francisco Rodriguez verwertete in der Startphase einen Abpraller, den die St. Galler Innenverteidiger nach einer Hereingabe von Christian Schneuwly mit einer ungenügenden Rettungsaktion zuliessen. Shkelqim Demhasaj und Tomi Juric, die im veränderten 4-4-2-System den Doppelsturm bildeten, erzielten zwischen der 51. und der 54. Minute die weiteren Tore zum höchsten Luzerner Saisonsieg.

Das frühe 1:0 war der Anfang eines beschwingten Luzerner Auftritts, mit dem die Innerschweizer die St. Galler regelrecht überrannt haben. Diese wirkten planlos und konnten den Anschluss an die Luzerner nur schwer finden.

St. Gallen hätte ausgleichen können

Gegen Ende der ersten Halbzeit drehten die St. Galler dann doch nochmal auf: Mitunter benötigte es in der 39. Minute eine Glanztat von Goalie Jonas Omlin gegen Roman Buess, um den Ausgleich zu verhindern. «Wir konnten froh sein, das 1:0 in die Pause gerettet zu haben. Wir wurden zwischenzeitlich unglaublich passiv», befand Babbel.

So profitierten die Luzerner bei ihrem Befreiungsschlag auch vom bescheidenen Niveau des Gegners, der sich bis zuletzt nur spärlich gegen die Niederlage stemmte und überdies mit einem Platzverweis nach einer knappen Stunde mithalf. Silvan Hefti sah nach einer Notbremse zu Recht die Rote Karte. Kam hinzu, dass Daniel Lopar beim dritten Treffer, einem Weitschuss von Juric, keine allzu gute Figur machte. Dies, nachdem er zuvor einen Foulpenalty von Juric pariert hatte, beim Nachschuss von Demhasaj aber machtlos gewesen war.

 

Quelle: SDA/rar
veröffentlicht: 5. November 2017 18:28
aktualisiert: 5. November 2017 21:10