Formel 1

Hamilton entscheidet internes Duell für sich

4. September 2020, 16:58 Uhr
Lewis Hamilton (rechts) und Valtteri Bottas waren der Konkurrenz am ersten Trainingstag in Monza klar überlegen
© KEYSTONE/EPA/Stephanie Lecocq / Pool
Das Fahrer-Duo von Mercedes gibt am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Italien den Ton an. Lewis Hamilton entscheidet in der zweiten Einheit das interne Duell gegen Valtteri Bottas für sich.

Vier Geraden, je drei Kurven und Schikanen - schon der einfache Beschrieb lässt erahnen, worauf es auf dem Hochgeschwindigkeitskurs mit einem Vollgasanteil von über 80 Prozent in Monza ankommt. Vorne mitmischen kann nur, wer über ein Auto mit hoher Motorleistung und geringem Luftwiderstand verfügt.

So brachte der erste Vergleich mit dem Fahrer-Duo von Mercedes an der Spitze das erwartete Fazit. Die Vorteile der in diesem Jahr in schwarz gehaltenen Rennwagen auf der Motorenseite sind hinlänglich bekannt. Hamilton und Bottas nutzten die Vorzüge des W11 ein weiteres Mal weidlich. Der Engländer führte das Klassement nach dem zweiten Training mit 26 Hundertsteln Vorsprung vor Bottas an, der am Morgen als Bester in etwa mit der gleichen Marge vor dem Engländer gelegen hatte.

Dahinter tat sich eine grosse zeitliche Lücke auf, die für den weiteren Verlauf des Grand-Prix-Wochenendes im Königlichen Park für die Konkurrenz nicht viel Gutes verspricht und die wohl auch darauf hindeutet, dass nach der Änderung im Reglement, nach der im Qualifying und im Rennen nur noch ein Motor-Modus erlaubt ist, an der Hierarchie zumindest vorläufig alles beim Alten bleiben wird.

Der Brite Lando Norris im McLaren lag als unerwarteter Dritter schon fast neun Zehntel hinter Hamilton zurück. Max Verstappen, in diesem Jahr bisher der einzige Gegner, der den Mercedes-Fahrern einigermassen Paroli bieten konnte, büsste im Red Bull als Fünfter hinter dem nicht minder überraschenden Franzosen Pierre Gasly im AlphaTauri schon über eine Sekunde ein.

Wie erwartet nicht mit der Spitze mithalten konnten beim Auftakt zum Heimrennen ihres Arbeitgebers Charles Leclerc und Sebastian Vettel in den Ferrari. Die roten Autos weisen in allen relevanten Bereichen Defizite auf, am ausgeprägtesten kommen auf der Strecke in Monza die Mängel in der Motorleistung zum Ausdruck. Vorjahressieger Leclerc klassierte sich als Neunter, Vettel unmittelbar vor dem Italiener Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo als Zwölfter. Kimi Räikkönen beendete den Arbeitstag auf der Strecke als Siebzehnter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. September 2020 16:45
aktualisiert: 4. September 2020 16:58