Motorrad

Tom Lüthi: «Es ist schwer zu verstehen»

22. November 2020, 18:46 Uhr
Auch zum Abschluss seiner Premierensaison in der Moto3-WM kein Punkt: der Freiburger Rookie Jason Dupasquier.
© KEYSTONE/EPA/NOUSHAD THEKKAYIL
Für die Schweizer Motorrad-Fahrer gibt es keinen erfreulichen Saisonabschluss. Tom Lüthi, Dominique Aegerter und Jason Dupasquier verpassen die Punkteränge.

Es war ein Abschluss, wie er aus Tom Lüthis Sicht zu befürchten gewesen war. Auf dem erstmals in der WM befahrenen Circuit von Portimão an der Algarve-Küste blieb er mit dem 16. Platz beim vierten Rennen in Folge ohne Punkte. Von Position 24 gestartet, verlor der 34-jährige Berner den Kampf um den letzten Punkteplatz knapp, verlor aber über 22 Sekunden auf den australischen Sieger Remy Gardner.

Die Enttäuschung sass beim 125er-Weltmeister von 2005 tief, auch wenn das Resultat kaum unerwartet kam. «Es ist wirklich schade, dass wir unsere gemeinsame Zeit nicht versöhnlicher beenden konnten», bedauerte Lüthi nach dem letzten Rennen mit dem deutschen IntactGP-Team. «Es ist nach wie vor frustrierend und schwer zu verstehen. Es war eine schlimme Saison, in der wir leider immer wieder viel zu weit weg waren.»

Tatsächlich blickt der Emmentaler auf sein schlechtestes Jahr in der 2010 eingeführten Moto2 zurück. Erstmals blieb er ohne einen Podestplatz und beendete die WM-Gesamtwertung mit mageren 72 Punkten im 11. Rang. Erst stimmten die Resultate, dann auch die Chemie mit seinem Techniker-Team nicht mehr.

Nun hofft Lüthi im gesetzteren Motorsport-Alter auf einen Neuanfang im spanischen SAG-Team von Eduardo Perales. Bereits diese Woche wird er in Jerez erstmals testen. Dass mit dem neuen Team einiges möglich sein wird, zeigte der Sonntag in Portimão. Lüthi übernimmt bei «Stop & Go» (SAG) den Platz von Gardner, der seinen ersten GP-Sieg feierte. «Ich möchte die Saison gerne analysieren und verstehen», betont der Schweizer. «Daraus will ich lernen, um die Dinge in Zukunft besser zu machen.» An Motivation fehlt es ihm nicht.

Wenig erfreulich verlief der Abschluss auch für Dominique Aegerter (20. Platz), der etwas überraschend noch einmal zu einem Einsatz in der Moto2 kam. Als Ersatzfahrer bei NTS blieb er indes chancenlos auf ein gutes Resultat.

Den WM-Titel sicherte sich der Italiener Enea Bastianini, der mit einer kontrollierten Fahrt auf den 5. Platz seine Verfolger in Schach hielt. Luca Marini (2.) und Sam Lowes (3., trotz zwei gebrochenen Knochen in der rechten Hand) konnten ihn so trotz Spitzenresultaten nicht mehr abfangen. Bastianini und Marini werden kommende Saison in die MotoGP aufsteigen und gemeinsam im Ducati-Kundenteam fahren.

Dupasquier bleibt ohne Punkte - Arenas Moto3-Weltmeister

Der Schweizer Moto3-Fahrer Jason Dupasquier (KTM) beendet seine erste WM-Saison ohne Punkte. Zum Abschluss belegte der 19-jährige Freiburger mit gut 34 Sekunden Rückstand den 23. Platz. Als Bestresultat bleibt ein 17. Rang in Le Mans bestehen.

Den WM-Titel sicherte sich Albert Arenas, ebenfalls auf KTM. Der 23-jährige Spanier musste sich mit dem 12. Platz begnügen, profitierte aber davon, dass seine verbliebenen Konkurrenten Tony Arbolino (5.) und Ai Ogura (8.), beide auf Honda, ebenfalls nicht aufs Podest fuhren. Gewonnen wurde das letzte Rennen vom Spanier Raul Fernandez auf KTM.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. November 2020 18:40
aktualisiert: 22. November 2020 18:46