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Offensive bleibt Grossbaustelle

Marco Latzer, 4. Oktober 2015, 17:01 Uhr
Der FC St. Gallen muss sich gegen den FC Sion mit einem Unentschieden begnügen. Die Mannschaft wurde für ihre Leistung schlecht belohnt, zeigte aber auch wieder deutliche Defizite. Mehr dazu in der FM1Today-Spielerbewertung.
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Tor:

Daniel Lopar: Note 4,5. An ihm liegt es derzeit wirklich nicht, wenn der FC St. Gallen Punkte liegen lässt. Einmal mehr eine fehlerlose Leistung.

 

Verteidigung:

Silvan Hefti: Note 4,0. Erneut ein engagierter Auftritt der St. Galler Nachwuchshoffnung, traut sich je länger je mehr in den Spielaufbau. Wurde in der 60. Minute durch Daniele Russo ersetzt.

Pascal Thrier: Note 4,0. Ein Auftritt, der in Ordnung geht. Die Rolle von Abwehrpatron Wiss, den er zu ersetzen hatte, vermochte er nicht wirklich aufzufüllen. Immerhin zeigte er in der Startviertelstunde eine fulminante Rettungstat, als er für den bereits geschlagenen Lopar ein Carlitos-Tor vor der Linie gerade noch verhindern konnte.

Roy Gelmi: Note 4,0. Trug erstmals die Captainbinde, was unterstreicht, wie wichtig er für diese Mannschaft bereits ist. Zeigte auf dem Rasen wieder die eine oder andere schöne Grätsche, war zudem gefährlich bei Standardsituationen. Unter dem Strich ein genügender Auftritt.

Martin Angha: Note 3,5. Über seine Aussenbahn kam einfach viel zu wenig. Zog ein sehr unauffälliges Spiel ein.

 

Mittelfeld:

Edgar Salli: Note 4,5. Kämpfte, rackerte, sprintete. War an fast allen Offensivaktionen beteiligt und konnte sich damit für weitere Berücksichtungen in der Startelf empfehlen. Ärgerlich: Die Monaco-Leihgabe geht bei der kleinsten Körperberührung zu Boden und bleibt dann ewig am Boden liegen. Wurde in der 86. Minute durch Marco Aratore ersetzt.

Mario Mutsch: Note 3,0. In den letzten Spielen wurde er an dieser Stelle über den grünen Klee gelobt. Heute war das aber gar nichts; in jeder Hinsicht inexistent. Das Spiel lief über 90 Minuten am Luxemburger vorbei.

Danijel Aleksic: Note 4,5. Hatte die eine oder andere gute Aktion. Zauberte zudem kurz vor der Pause den Freistoss zum zwischenzeitlichen 1:0 in die Maschen. Ein guter Auftritt. Musste in der 65. Minute dem wirkungslosen Marco Mathys weichen.

Everton: Note 3,5. Wie schon in den letzten Spielen ohne entscheidende Einflüsse. Giftig, kämpferisch zwar, aber das macht ihn noch lange nicht genügend. Vom Brasilianer darf mehr erwartet werden - buchte zudem wieder seine fast schon obligatorische gelbe Karte. Wegen Ballwegschlagens...

Steven Lang: Note 4,5. Der Mann gefällt. Verrichtete viel Laufarbeit, hatte viele Ballkontakte und hätte sich einen Torerfolg eigentlich verdient gehabt. Er darf auf seine Leistung aufbauen.

 

Sturm:

Yannis Tafer: Note 2,5. Der schwächste St. Galler auf dem Rasen. Klar, er war als einzige Sturmspitze auf sich alleine gestellt - und dennoch: keine einzige wirkliche Torchance (okay, eine hat er verstolpert) für den Franzosen über die gesamten 90 Minuten. Zudem waren seine stehenden Bälle ein Ärgernis und stets eine dankbare Beute für Sion-Keeper Vanins.

 

FM1Today-Teamschnitt: 3,86

Fazit: Die Arbeit geht Espen-Trainer Joe Zinnbauer definitiv nicht aus. Am Willen und Engagement seiner Kicker ist zwar nichts auszusetzen, der Spielaufbau und das Kreieren von Torchancen bleibt dafür weiterhin eine Grossbaustelle. Ein Problem, welchem sich der Deutsche sofort annehmen muss. Denn gefühlte Niederlagen wie das Unentschieden heute weiss der St. Galler Zuschauer nicht zu goutieren.

 

Marco Latzer
veröffentlicht: 4. Oktober 2015 16:21
aktualisiert: 4. Oktober 2015 17:01