Rückschlag im Kampf um Europa

Angela Mueller, 17. Mai 2019, 06:35 Uhr
Der FC St.Gallen reist ein weiteres Mal vergebens ins Tessin. Nach einem blutleeren Auftritt erleidet Grün-Weiss im Kampf um Europa einen herben Rückschlag. Hier sind unsere Spielernoten.

von Reto Latzer

Tor:

Dejan Stojanovic: 4.5

Sah zwar beim Freistosstor nicht gut aus, hielt jedoch mit seinen Paraden das Spiel für seine Farben offen. Einer der besseren an diesem Abend.

Verteidigung:

Andreas Wittwer: 4.0. Unauffällige, aber dennoch ansprechende Leistung. Konnte im Spiel nach vorne wenig bewirken, ansonsten jedoch ohne Fehler.

Musah Nuhu: 4.5. Für seine Verteidigungsarbeit hätte er eine gute Note verdient. Hat mit den schnellen Lugano-Konter jedoch Mühe und steht einige Male am falschen Ort.

Milan Vilotic: 4.5. Hielt das Abwehrdispositiv gekonnt zusammen und agierte sehr abgeklärt. Viele Zweikämpfe gewonnen und gutes Stellungsspiel – das darf gerne so weitergehen.

Silvan Hefti: 4.5. Belebte seine Seite mit gelegentlichen Vorstössen. Diese kosteten jedoch viel Kraft, spielte daher im zweiten Durchgang unauffälliger.

Mittelfeld:

Majeed Ashimeru: 2.5. Wir sahen das wohl schlechteste Spiel des Mittelfeldblitzes, seit er beim FC St.Gallen ist. Verschuldete mit seinem übermotivierten Foul das 1:0 und fand keinen Zugriff zur Partie. Hätte eigentlich mit rot vom Platz gestellt werden müssen, wie auch sein Gegenspieler Crnigoj.

Jordi Quintillà: 3.5. Bemüht, aber mit wenig Bezug zum Spiel. Hat im letzten Meisterschaftsviertel leider stark abgebaut. Muss das Heft im Mittelfeld aktiver an sich reissen, um Offensivaktionen zu kreieren.

Vincent Sierro: 3.0. Ausser einem Weitschuss brachte der Mittelfeldspieler keine zählbare Aktion zustande. Seine Aktionen sind oftmals Stückwerk, verschleppt die Spielauslösung mit unnötigen Querpässen. Scheint gedanklich bereits in den Sommerferien zu sein.

Dereck Kutesa: 4.0. Bemüht, in der Offensive etwas zu reissen. Blieb jedoch oftmals in der tiefstehenden Luganesi-Abwehr hängen. Die Joker-Rolle scheint ihm besser zu behagen.

Yannis Tafer: Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

Sturm:

Jérémey Guillemenot: 3.5. Aufopfernde Einsatzbereitschaft, jedoch mit keinen wirklich erwähnenswerten Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Ihm fehlen brauchbare Zuspiele aus dem Mittelfeld.

Simone Rapp: 3.5. Bemüht, die Niederlage nach seiner Einwechslung abzuwenden. Kann in der Offensive keine grossen Akzente setzen.

Axel Bakayoko: 3.0. Verlor praktisch jeden Zweikampf und spielte erstaunlich passiv. Konnte im Abschluss keine zählbare Aktion vorweisen und wurde zurecht ausgewechselt.

Victor Ruiz Abril: Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

FM-1 Teamdurchschnitt: 3.75 (Durchschnitt aller benoteten Spieler)

Fazit:

Erneut kassiert der FC St.Gallen im Tessin eine schmerzhafte Niederlage. In der ersten Halbzeit passte bei Grün-Weiss kaum etwas zusammen. Nach dem Seitenwechsel waren Zeidlers Männer zwar bemüht, das Zepter in die Hand zu nehmen, agierten im Abschluss aber zu harmlos. Die Standardsituationen waren auch heute wieder ungenügend – oftmals entstand nach Eckbällen für St.Gallen eine grössere Gefahr für das eigene Tor als für das des Gegners. In einer turbulenten Schlussphase herrschte dann für kurze Zeit das Faustrecht – und so fand dieses schwache Spiel noch ein unrühmliches Ende.

Angela Mueller
veröffentlicht: 17. Mai 2019 06:35
aktualisiert: 17. Mai 2019 06:35