Schweizer Männerstaffel haarscharf an Bronze vorbei

3. März 2017, 15:10 Uhr
Curdin Perl gibt im Stadion von Lahti alles (Archivbild)
Curdin Perl gibt im Stadion von Lahti alles (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA COMPIC/PEKKA SIPOLA
Der Schlussläufer Curdin Perl kämpft im Staffel-Rennen an den Weltmeisterschaften in Lahti in einer Viergruppe um Bronze. Zum Schluss resultiert der 4. Rang, zwei Zehntel hinter Schweden.

Der Schwede Calle Halfvarsson, der Deutsche Lucas Bögl, der Finne Matti Heikkinen und Perl kämpften um Bronze. Die Vorentscheidung schien gefallen, als Halfvarsson und Heikkinen im letzten Anstieg davon zogen. Doch der Schwede und der Finne bummelten auf der Anhöhe vor der Zielgeraden und liessen Perl aufschliessen. Im Sulzschnee kam der Finne prompt zu Fall, Halfvarsson war für Perl aber nicht mehr zu schnappen. Der 4. Rang ist gleichwohl eine unerwartet tolle Leistung. Für eine Medaille hätte wohl auch noch der Schwede stürzen müssen.

Eine starke Leistung hatte zum Auftakt Jason Rüesch gezeigt. Der 22-jährige Ersatzmann von Toni Livers hielt gut mit und kam mit einer halben Minute Rückstand im ersten Feld der Verfolger ins Ziel. Russland und Norwegen hatten sich bereits abgesetzt. Jonas Baumann traf als Fünfter ein, allerdings mit 30 Sekunden Rückstand auf den Bronzerang von Finnland. Dario Cologna schnappte sich den Franzosen Robin Duvillard und den Finnen Lari Lehtonen auf dem 4. und 3. Zwischenrang vorzustossen. Von hinten schloss allerdings der Schwede Marcus Hellner und der Deutsche Florian Notz auf. Hinter Norwegen und Russland übergaben Schweden, Deutschland und die Schweiz gemeinsam, 13 Sekunden dahinter folgte Finnland. Dieses Quartett kämpfte anschliessend um Bronze.

Im Kampf um Gold schaffte Martin Johnsrud Sundby die Zäsur. Er liess den Russen Alexej Tscherwotkin um 18 Sekunden stehen. Den Sieg brachte Finn Haagen Krogh ins Ziel. Sergej Ustjugow konnte nie ganz aufschliessen. Der tiefe Schnee kam dem schwergewichtigen Russen nicht entgegen.

Die Bronzemedaille von Schweden ist gleichwohl überraschend. Einerseits wurde der Finne Heikkinen stärker eingestuft, andererseits hatten Daniel Rickardsson und Johan Olsson mit einer schwachen Leistung Schweden scheinbar vom Medaillenkurs abgebracht.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 3. März 2017 14:27
aktualisiert: 3. März 2017 15:10