Schweizer Skicrosser greifen nach Medaillen

20. Februar 2018, 12:19 Uhr
Alex Fiva (vorne) ist mit elf Weltcupsiegen der erfolgreichste Schweizer Skicrosser im Olympia-Quartett.
Alex Fiva (vorne) ist mit elf Weltcupsiegen der erfolgreichste Schweizer Skicrosser im Olympia-Quartett.
© Keystone/EPA/Pontus Lundahl
In Bokwang ist am Mittwoch auf einem überdurchschnittlich schnellen Kurs ein Skicross-Rennen der schwierigsten Kategorie zu erwarten. Die Schweiz steht mit dem weltweit kompetitivsten Team am Start.

Ralph Pfäffli, seit bald 17 Jahren Coach der Schweizer Equipe, nimmt vier Jahre nach dem kollektiven Olympia-Ausfall eine Einschätzung seiner vier Medaillenkandidaten vor. Jeder der Starter hat im Verlauf der Karriere mindestens ein Weltcuprennen gewonnen. Alex Fiva hat 2013 die Gesamtwertung gewonnen, Marc Bischofberger ist aktueller Leader des FIS-Rankings.

«Alex ist ein kluger Kopf. Der Informatiker im Team, der allen hilft. Ein Denker, er analysiert extrem viel. Er hat das Feingefühl, er spürt selber schon, was fehlt. Von ihm kommen perfekte Rückmeldungen für den Service-Mann. Alex ist ein Grosser.»

«Er ist der Unbekümmerte, der Spassvogel, immer ein Witz auf Lager. Er ist einer, der sich nicht so grosse Gedanken macht. Und er fahrt extrem stabil. Bischi ist der Gladiator der Truppe. Er macht extreme Überholmanöver, ohne dass er ans Limit geht. Manchmal klappts, ab und zu nicht. Wer ihn im Run hat, weiss: Er beisst dir bis zur Ziellinie in die Waden.»

«Alle schieben sich die Chefposition etwas zu, aber Niederer hat schon viel zu sagen. Er ist der Arrivierteste, am längsten dabei. Seine Erfahrung ist riesig. Er ist klein, beweglich, steht sehr gut auf den Ski. Ihn habe ich immer auf der Rechnung. Ein dankbarer Athlet, einer der mitdenkt, eigene Ideen einbringt. Bei ihm ist alles sauber geplant - mit dem Service, mit den Sponsoren, mit allem.»

«Unser Kraftmonster! Viel bei ihm passiert mit der Brechstange - nicht nur zu seinem Vorteil. An seine Werte kommt im ganzen Feld fast niemand. Bei Flachstarts überspringt er als Einziger alles. Jöni hat im Testevent vor zwei Jahren die beste Performance gezeigt, wurde aber von einem Kanadier abgeschossen. Bei ihm ist alles möglich.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. Februar 2018 12:00
aktualisiert: 20. Februar 2018 12:19