Schwingen

Trotz 400'000 Besuchern: Millionenloch in der ESAF-Kasse

21. November 2022, 14:36 Uhr
Grossartige Duelle, grandiose Stimmung und glanzvolle Siege – das eidgenössische Schwing- und Älplerfest ESAF in Pratteln war ein Spektakel. Trotz 400'000 Besucherinnen und Besuchern bleibt den Organisatoren aber ein Millionenloch in der Kasse.
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Schwierige Erschliessung des Festgeländes für Wasser oder Strom oder das ÖV-Angebot mit temporärem Bahnhofsausbau: Unter anderem diese Faktoren sind hauptverantwortlich für das Loch von voraussichtlich zwei bis vier Millionen Franken in der ESAF-Kasse. Dies bei einem Gesamtbudget von 42 Millionen Franken.

Quelle: PilatusToday

Aber nicht nur die Ausgaben waren höher als geplant, auch bei den Einnahmen habe man das Ziel nicht erreicht, erklärt Thomas Weber, Präsident des ESAF-OKs und Regierungsrat des Kantons Basel-Land gegenüber Radio SRF. So konnte beispielsweise nur etwa die Hälfte der VIP-Tickets verkauft werden.

Wer stopft das Loch in der Kasse?

Das OK ist jetzt gefordert. Das Millionen-Loch muss gestopft werden. Der Kanton selbst, also Basel-Land, ist nicht dazu verpflichtet, das Defizit zu tragen. Es gibt keine entsprechende Defizitgarantie. Dennoch könne es sein, dass man beim Kanton sowie der Gemeinde Pratteln anklopfen müsse, sagt Thomas Weber.

Zuerst sei man jetzt aber mit den Partnern in Kontakt. Ziel sei es, dass man eine gemeinsame Lösung mit den Sponsoren, dem Eidgenössischen Schwingerverband und weiteren Dienstleistern finde. Erst danach wollen sie allenfalls auf den Kanton oder die Gemeinde zugehen.

Wie die Lösung aussieht, ist spätestens im März 2023 bekannt. Dann muss die Schlussrechnung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Pratteln vorgelegt werden.

Emotionen pur

Das ESAF 2022 bleibt speziell dem Sörenberger Joel Wicki in bester Erinnerung. Er setzte sich im Schlussgang gegen Matthias Aeschbacher durch. Wir haben den Berner Schwinger bei den Vorbereitungen aufs Saisonhighlight sowie am ESAF begleitet. Den Film kannst du hier anschauen:

Quelle: Tele 1

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. November 2022 14:24
aktualisiert: 21. November 2022 14:36