Serena Williams vergibt vier Matchbälle

23. Januar 2019, 11:20 Uhr
Erster Halbfinal seit 1994: Die Japaner(-innen) zeigen am Australian Open Flagge
Erster Halbfinal seit 1994: Die Japaner(-innen) zeigen am Australian Open Flagge
© KEYSTONE/EPA/MAST IRHAM
Topfavoritin Serena Williams scheitert am Australian Open überraschend in den Viertelfinals an Karolina Pliskova. Naomi Osaka steht als erste Japanerin seit 1994 ebenfalls im Halbfinal.

Williams vergab gegen die Tschechin Pliskova vier Matchbälle und verlor nach knapp zweieinviertel Stunden 4:6, 6:4, 5:7. Die 37-jährige Amerikanerin führte gegen die Weltnummer 8 im dritten Satz mit 5:1, ehe Pliskova Game um Game aufholte. Williams hatte sich beim ersten Matchball den Knöchel übertreten und schien danach in ihren Bewegungen eingeschränkt. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin verpasste es damit, zur Rekordsiegerin Margaret Court aufzuschliessen.

Den Knöchel wollte Williams aber nicht als Entschuldigung für die Niederlage anführen. «Ich habe bei den Matchbällen eigentlich nichts falsch gemacht», meinte sie. «Karolina hat einfach angefangen, unglaublich gut zu spielen. Sie riskierte alles, war sehr aggressiv und traf ein paar Mal die Linien.»

Die Niederlage sei einfacher zu verdauen, weil sie sich nicht viel vorzuwerfen habe. «Ich gehe in jedes Turnier in der Erwartung, es zu gewinnen», betonte Williams. «Aber das ist nicht möglich.» Sie erinnerte daran, dass sie erst vor zehn Monaten von einer schwierigen Schwangerschaft zurückgekommen sei. «Aber ich glaube weiter an den 24. Titel.»

Pliskova trifft im Halbfinal auf die US-Open-Siegerin Naomi Osaka. Diese steht nach einem 6:4, 6:1-Sieg gegen Jelina Switolina als erste Japanerin seit 1994 im Halbfinal des Australian Open. Damals war Kimiko Date unter die letzten vier gekommen. Nach einem relativ ausgeglichenen ersten Satz mit vielen Breaks konnte die Ukrainerin Switolina im zweiten Durchgang nicht mehr mithalten. Die Masters-Siegerin musste sich auch an der rechten Schulter behandeln lassen.

Die 21-Jährige Osaka ist die Tochter eines Haitianers und einer Japanerin und aktuell die Weltranglisten-Vierte. Dank dem Vorstoss unter die letzten vier bleibt Osaka auch am Rennen um die neue Nummer 1. Mit Osaka, Pliskova und Petra Kvitova haben drei der vier Halbfinalistinnen die Chance, Simona Halep an der WTA-Spitze abzulösen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 23. Januar 2019 02:48
aktualisiert: 23. Januar 2019 11:20