Sions-Coach Zeidler winkt der nächste Meilenstein

Laurien Gschwend, 5. November 2016, 07:21 Uhr
Dunkle Wolken über der Stockhorn-Arena: Auf dem Rasen hat der FC Thun den Turnaround geschafft, finanziell noch nicht
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In den Samstagsspielen der Super League bietet sich dem FC Sion in Thun die Gelegenheit, seine Serie von acht Spielen ohne Niederlage auszubauen. Am Abend empfängt Leader Basel Aufsteiger Lausanne. Im Berner Oberland schrillten unter der Woche die Alarmglocken.

Der FC Thun benötigt (nicht zum ersten Mal) Geld, eine Million bis Weihnachten und 1,5 Millionen - oder besser zwei -, um die Saison finanziell zu überleben. Der Präsident Markus Lüthi lancierte deshalb, von den Ablegern der «Berner Zeitung» wirksam inszeniert, einen Spendenaufruf.

Auf sportlicher Ebene hat der FC Thun den Turnaround vorderhand geschafft. Dank fünf Spielen ohne Niederlage - drei davon auswärts - konnte er sich vom Tabellenende absetzen. Nun wünscht sich Trainer Jeff Saibene auch gegen Sion positive Schlagzeilen auf dem Rasen. Allerdings erwartet die Thuner am Samstag um 17.45 Uhr das wohl schwerst mögliche Los des Wochenendes.

Unter Peter Zeidler reitet Sion auf der Erfolgswelle. Die Walliser sind in der Liga seit acht Partien ungeschlagen und verloren zuletzt am 21. August gegen GC (1:2). In der Tabelle marschierten sie seit Zeidlers Übernahme vom letzten auf den 2. Platz. Inklusive Cup erzielten sie in den letzten fünf (allesamt siegreichen) Spielen 21 Tore. Gegen Thun winkt der fünfte Sieg in Folge - ein Kunststück, das seit Laurent Roussey vor 15 Jahren keinem Sittener Trainer mehr gelang.

Im zweiten Samstagsspiel der 14. Runde tritt Aufsteiger Lausanne-Sport um 20.00 Uhr beim FC Basel an. Nach Champions-League-Einsätzen unter der Woche tat sich der FCB an den Wochenenden schwer. Nach den Niederlagen gegen Arsenal (0:2) und Paris Saint-Germain (0:3) konnten Thun (1:1) und Lugano (2:2) dem Ligakrösus Punkte abknöpfen. Es sind Basels einzige Fehltritte in der laufenden Meisterschaft bisher.

Lausanne seinerseits büsste nach glänzendem Saisonstart etwas an Elan ein. Gegen Thun (0:1), Sion (0:2) und Luzern (2:3) setzte es für den Aufsteiger zuletzt drei Niederlagen ab.

Laurien Gschwend
Quelle: SDA
veröffentlicht: 5. November 2016 04:00
aktualisiert: 5. November 2016 07:21