Fanclub und Familie nach Bronze

«Wendy Holdener hat diese Medaille zu hundert Prozent verdient»

9. Februar 2022, 16:48 Uhr
Freude in Unteriberg: Wendy Holdener holt im Slalom bei den Olympischen Winterspielen Bronze und erlebt eine Achterbahn der Gefühle. Ähnlich ging es ihrer Familie, die das Rennen live mitverfolgt hat.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli / TeleZüri

Die Stimmung bei den Fans von Wendy Holdener ist auch am Mittag noch ausgelassen, als wir sie beim Feiern treffen: Die Unteribergerin schafft es im Slalom bei den Olympischen Winterspielen aufs Podest und holt sich Bronze. Und das, obwohl es nach dem ersten Lauf noch nicht danach aussah. Holdener lag nach dem 1. Lauf auf Rang fünf, nach dem 2. Lauf auf Rang 3, mit den stärksten Athletinnen noch oben im Starthaus. «Ich hatte das Rennen eigentlich schon aufgegeben und bin einfach happy, dass es doch noch gereicht hat», sagte Wendy Holdener nach dem Rennen sichtlich emotional gegenüber dem SRF.

Familie hat mitgefiebert

Das Rennen war aber nicht nur für Wendy Holdener eine Achterbahn der Gefühle, sondern auch für ihre Angehörigen. Diese haben sich den Wecker mitten in der Nacht gestellt, um das Rennen am Fernseher live mitzuverfolgen. «Wir haben so mitgefiebert, dass alles gut geht», sagt Wendys Mutter, Daniela Holdener. Besonders nach dem 2. Lauf sei die Spannung noch weiter gestiegen. «Wir hofften, dass niemand mehr vorne reinfährt.»

Die Enttäuschung von Wendy Holdener, die nach dem 1. Lauf zu sehen war, sei aber nicht einfach gewesen, sagt sie. «Man leidet mega mit in so einem Moment und man ist nicht vor Ort und kann sie nicht trösten. Wenn man sieht, dass sie nicht zufrieden ist, möchte man sie in den Arm nehmen. Da kommen Muttergefühle hoch.» Alle seien aber sehr stolz auf Wendy.

Empfang ist noch nicht geplant

Stolz ist man auch beim Fanclub von Wendy Holdener. «Sie hat diese Medaille zu hundert Prozent verdient», sagt Manuel Marti, Präsident des Fanclubs. «Wendy ist mega bodenständig und eine Arbeiterin. Sie macht alles für den Sport und lebt dafür. Umso schöner, hat es nun geklappt.»

Ob es für die Schwyzerin einen Empfang geben wird, wenn sie wieder nach Hause zurückkehrt, das sei noch nicht klar, sagt Manuel Marti: «Es ist noch nichts geplant. Ausserdem stellt sich auch die Frage, was möglich ist angesichts der Corona-Situation. Wir warten mal ab.» Bis dahin geniesse er es, die nächsten Rennen von Wendy zu schauen.

(mao)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 9. Februar 2022 16:47
aktualisiert: 9. Februar 2022 16:48
Anzeige