Solosieg für Dänen Jakob Fuglsang in Lüttich

28. April 2019, 17:50 Uhr
Der Däne Jakob Fuglsang hat den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich und damit sein erstes "Radsport-Monument" gewonnen (Archivbild)
Der Däne Jakob Fuglsang hat den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich und damit sein erstes "Radsport-Monument" gewonnen (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA EFE/ROMAN RIOS
Dem Dänen Jakob Fuglsang gelingt nach zuletzt zahlreichen Ehrenplätzen der Coup doch noch. Der 34-Jährige gewinnt den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich, nach 256 Kilometern erreicht er das Ziel solo. Zweiter bei der Strade Bianche, Dritter beim Gold Race, Zweiter bei der Flèche Wallonne.

Immer wieder stand in diesem Frühjahr einer, meistens der Franzose Julian Alaphilippe, dem Dänen vor der Sonne. Nun schlug Jakob Fuglsang zum Abschluss der Klassiker-Saison bei garstigen Bedingungen mit einem Solosieg in Lüttich zurück.

Nach seinen zahlreichen Topresultaten hatte Fuglsang bei der «La Doyenne», dem vierten Radsport-Monument des Jahres, zu den Mitfavoriten gezählt. Nach einem eher zurückhaltenden Rennen griff der Profi des kasachischen Teams Astana an der letzten von elf Steigungen 15 Kilometer vor dem Ziel an, just in jenem Moment, in dem der Topfavorit Julian Alaphilippe schlecht positioniert war.

Zwei Kilometer später entledigte sich Fuglsang schliesslich seiner letzten Konkurrenten. In Lüttich betrug sein Vorsprung auf den zweitklassierten Italiener Davide Formolo 27 Sekunden. Im Sprint einer Verfolgergruppe sicherte sich 57 Sekunden hinter Fuglsang der Deutsche Maximilian Schachmann den 3. Rang. Formolo und Schachmann fahren beide für das Team Bora-Hansgrohe.

Für Fuglsang, der letztes Jahr auch eine Etappe an der Tour de Romandie gewonnen hatte, war es der erste Sieg an einem der sogenannten Radsport-Monumente. Als letzter Däne hatte Rolf Sörensen im Jahr 1997 eines der wichtigsten fünf Eintagesrennen (Flandern-Rundfahrt) für sich entschieden.

Als bester Schweizer klassierte sich im ältesten Eintagesrennen des Radsports der junge Berner Marc Hirschi im 51. Rang. An der Seite seine (geschlagenen) Captains Tom Dumoulin fuhr der 20-Jährige 6:56 Minuten nach Fuglsang über die Ziellinie. Zuvor hatte er sich immer wieder in den vorderen Positionen des Feldes aufgehalten.

In der Offensive zeigte sich auch Michael Albasini, der 2016 in Lüttich Zweiter geworden war und sich bei schlechtem Wetter wohler fühlt als die meisten anderen Profis. Der mit gut 38 Jahren viertälteste Starter fuhr gut 60 Kilometer vor dem Ziel in eine 10 Fahrer umfassende Spitzengruppe vor. Wie erwartet kam die Gruppe nicht durch. Albasini wurde 36 Kilometer vor dem Ziel vom Feld «geschluckt» und fiel zurück.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 28. April 2019 17:05
aktualisiert: 28. April 2019 17:50