Leichtathletik-WM

Sprunger läuft Schweizer Rekord und wird Vierte

4. Oktober 2019, 21:21 Uhr
Endlich hat es für Lea Sprunger geklappt mit dem Schweizer Rekord.
Endlich hat es für Lea Sprunger geklappt mit dem Schweizer Rekord.
© KEYSTONE/EPA/YAHYA ARHAB
Die Europameisterin Lea Sprunger belegt an den Weltmeisterschaften in Doha im Final über 400 m Hürden mit einem Schweizer Rekord den 4. Rang.

Die 29-jährige Waadtländerin unterbot mit 54,06 Sekunden die 28 Jahre alte Bestmarke von Anita Protti um 19 Hundertstel. Die eigene Bestzeit verbesserte Sprunger um 23 Hundertstel. Der nationale Rekord hatte sich abgezeichnet. Die Hallen-Europameisterin über 400 m präsentierte sich in Doha in Topform, nachdem es ihr zuvor nicht wunschgemäss gelaufen war. Im Vorlauf blieb sie mit 54,98 Sekunden erstmals in diesem Jahr unter 55 Sekunden, im Halbfinal steigerte sie sich auf 54,52 Sekunden.

Luft nach oben

Zum Podest fehlte allerdings noch einiges. Bronze holte in 53,74 Sekunden die Jamaikanerin Rushell Clayton, die wie die vor ihr klassierten Amerikanerinnen Dalilah Muhammad (52,16) und Sydney McLaughlin (52,23) eine persönliche Bestmarke lief. Die Zeit von Muhammad war gar ein Weltrekord. Sie unterbot die eigene, Ende Juli in Des Moines erzielte Bestleistung um vier Hundertstel.

Die Schweizer Sprint-Staffel der Frauen qualifizierte sich für den Final und löste damit das Ticket für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio. Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Mujinga Kambundji und Salomé Kora erreichten in ihrem Halbfinal den geforderten 3. Rang. Mit 42,82 Sekunden blieb das Quartett deutlich über dem an der letztjährigen Athletissima erzielten Schweizer Rekord (42,29).

«Im Final müssen wir es besser machen»

Der letzte Wechsel von Kambundji auf Kora missriet gründlich und erfolgte nur noch knapp innerhalb der Wechselzone. «Salomé hat zum Glück rechtzeitig gebremst. Auf der Bahn hatte ich nicht das Gefühl, dass wir sind ausgeschieden sind», sagte Kambundji. «Wir haben viel Zeit verloren, aber Hauptsache wir sind durch.» Kora, die Kambundji nicht kommen sah, litt mehr. «Ich bin schon erschrocken», gestand die St.Gallerin. «Im Final müssen wir es besser machen. Dort werden wir das volle Risiko eingehen. Zu verlieren haben ja wir nichts. Im Training hat es mit vollem Speed auch geklappt», betonte Kora.

Vor den Schweizerinnen klassierten sich die USA (42,46) und Trinidad und Tobago (42,75). Der Final findet am Samstagabend um 21.05 Uhr statt. An der WM vor zwei Jahren in London belegten die Schweizerinnen den 5. Rang.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Oktober 2019 21:11
aktualisiert: 4. Oktober 2019 21:21