St.Gallen kämpft weiter gegen Glarus

Leila Akbarzada, 11. Mai 2017, 09:01 Uhr
Wer kriegt das «Eidgenössische» 2025? (Archivbild).
© KEYSTONE/Alexandra Wey
In Glarus steht nach der Zusage des Stimmvolkes für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 nichts mehr im Wege. Ausser der Kandidatur von St.Gallen, die noch im Rennen ist. Und deren Organisatoren schliessen Deals klar aus.

Eine grosse Hürde hat die Kandidatur des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2025 bei der letzten Landsgemeinde genommen: Das Stimmvolk steht hinter der Kandidatur für die Durchführung des grössten Volksfestes der Schweiz im glarnerischen Mollis. Damit hat das Organisationskommitee eine weitere Hürde genommen, doch ein Gegner ist übrig, nämlich die Kandidatur von St.Gallen.

Glarus gegen St.Gallen

Dabei findet der Präsident des Kandidatenvereins für ein «Eidgenössisches» in Glarus, Jakob Kamm, dass St.Gallen seine Kandidatur überdenken müsste. Für ihn ergebe es laut «Sarganserländer» wenig Sinn, dass beide Kantone an einer Kandidatur festhalten. «Wir müssen daher 2018 Gespräche mit den St.Gallern führen, denn die profitieren ja so oder so», so Kamms Meinung. St.Gallen soll also einen Rückzieher machen?

Keine Zusammenarbeit

In St.Gallen sieht man das ganz anders. «Weder ein Zusammenschluss noch eine Unterordnung bei der Glarner Kandidatur ist für uns denkbar», sagt Michael Götte, Präsident des ESAF 2025, dem Verein, der sich für eine Austragung des Schwing- und Älplerfestes 2025 in St.Gallen ausspricht. «Möglicherweise profitiert ein Teil des Gewerbes. Aber deswegen geben wir jetzt nicht die Kandidatur auf. Denn die Teilverbände haben sich klar für St.Gallen ausgesprochen», sagt Götte. Zudem sei man schon viel zu weit fortgeschritten und habe schon viel investiert, wie beispielsweise in die Machbarkeitsstudie.

«St.Gallen bietet die perfekten Voraussetzungen»

Zudem sehe er St.Gallen als idealeren Standort für das Fest. «Unsere Infrastruktur bietet perfekte Voraussetzungen für die Durchführung dieses Grossanlasses. In St.Gallen sind wir mit dem Kybunpark direkt an der Autobahn angeschlossen. Die Verkehrsanbindung ist ideal.»

Wer das Rennen macht, wird erst im Jahr 2021 bekannt. Dann wird an der Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingverbandes entschieden, wo das Riesenfest stattfinden wird.

Leila Akbarzada
Quelle: lak
veröffentlicht: 11. Mai 2017 09:01
aktualisiert: 11. Mai 2017 09:01