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St. Galler Polizei veröffentlicht falsches Foto

St. Galler Polizei veröffentlicht falsches Foto

05.10.2015, 13:40 Uhr
· Online seit 29.09.2015, 10:41 Uhr
Bei der öffentlichen Fahndung nach randalierenden Fussballfans hat die Kantonspolizei St. Gallen ein falsches Foto veröffentlicht. Ein Fan, der sich zuvor gestellt hatte, wurde unverpixelt gezeigt.
Lara Abderhalden
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«Ja, es wurde ein Bild einer Person veröffentlicht, welche sich zuvor gestellt hatte», bestätigt Roman Dobler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft St. Gallen. Dies aufgrund eines grossen Missverständnisses. Am 21. September wurden verpixelte Bilder von zehn FC Basel-Fans veröffentlicht, welche am 15. März im Vorfeld eines Spieles in St. Gallen randalierten. Auf diesen Aufruf hin meldeten sich zwei betroffene Fans und gaben sich zu erkennen. Die Bilder wurden vom Netz genommen, darunter ein Falsches.

Wie die Staatsanwaltschaft St. Gallen auf Anfrage sagt, sei es hier zum Missverständnis gekommen. «Ich bin zwar nicht beim  Telefonat mit dabei gewesen aber der FC Basel-Fan und der Polizist haben sich wohl falsch verstanden.» Der Mann, der sich auf einem verpixelten Foto erkannt hatte, hatte bei der Polizei angerufen. Er verlangte, dass das Bild «Nummer 3» vom Netz genommen werde, er gebe sich darauf zu erkennen. Während der Fan das Bild an dritter Stelle meinte, verstand der Polizist das Bild mit der Bezeichnung «003.jpeg».

«Selfie» war zu unscharf

Nebst der Bildbezeichnung verlangte der Polizist auch ein «Selfie» vom FC Basel-Fan, dieses sollte bei der Identifizierung helfen. «Das Selfie, welches wir von der Person erhielten, war die Person war kaum zu erkennen», sagt Dobler. Daraufhin habe man entschieden, im Sinne des FC Basel-Fan zu handeln und das Bild nicht zu veröffentlichen. Blöd nur, dass der FCB-Fan einige Tage später sein Bild in mehreren Online-Medien wiederfinden musste. Er meldete dies der Polizei, diese nahm das Bild sofort vom Netz und bat die entsprechenden Medien, das Bild zu entfernen.

Neue Bildbeschriftung

Wo ist den nun der Fehler passiert? Die Staatsanwaltschaft sieht die Schuld beim Basler Fan: «Er hat mit einer Bestimmtheit gesagt, er sei derjenige auf dem Bild Nummer 3.» Trotzdem hat der Fehler Konsequenzen. In Zukunft werde man bezüglich Bildbeschriftungen vorsichtiger sein. Möglich wäre es, dass die Bilder nicht mehr mit Zahlen, sondern mit Nahmen versehen werden. Ein Foto heisst dann beispielsweise «Anna» oder «Berta». So sollen solche Missverständnisse ein für alle Mal aus der Welt geschaffen werden. (abl)

 

 

veröffentlicht: 29. September 2015 10:41
aktualisiert: 5. Oktober 2015 13:40

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