Stan Wawrinka scheitert in fünf Sätzen

28. Mai 2018, 17:20 Uhr
Stan Wawrinka kassierte eine unglückliche Niederlage
Stan Wawrinka kassierte eine unglückliche Niederlage
© KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON
Stan Wawrinka scheitert beim French Open nach hartem Kampf in der 1. Runde. Der Turniersieger von 2015 verliert gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez mit 2:6, 6:3, 6:4, 6:7 (5:7), 3:6. Noch ist die Fitness nach den zwei Operationen am linken Knie ein entscheidendes Handicap für Wawrinka.

Dies zeigte sich auch gegen Garcia-Lopez, die Nummer 67 der Welt. Bereits im siebten Game musste der Lausanner auf den Physiotherapeuten zurückgreifen und gegen Ende des vierten Satzes ging ihm die Kraft aus. Mit dem linken Knie habe das alles aber nichts zu tun gehabt, versicherte Wawrinka. «Etwas hat sich zu Beginn des ersten Satzes blockiert. Nachdem der Physiotherapeut sich darum gekümmert hatte, verspürte ich aber nichts mehr.»

Die Niederlage wird sich am Montag in einer Woche in der Weltrangliste brutal auswirken: Der dreifache Grand-Slam-Sieger wird nach dem Verlust der Punkte vom Vorjahr jenseits der Top 250 klassiert sein. Einen Trost kann er aus der Niederlage gegen den soliden 34-jährigen Spanier ziehen. Sollte er in den kommenden Wochen öfters so spielen wie in den Sätzen zwei bis vier, wird Wawrinka das ATP-Ranking rasch wieder hochklettern.

«Physisch und mental bin ich fast schon wieder auf der Höhe», analysierte Wawrinka. Mit viel Kampfgeist spielte er sich nach dem verlorenen ersten Satz wieder zurück in den Match und zeigte rund zwei Stunden lang eine starke Leistung. Er baute seine Punkte geduldig auf, wartete auf den idealen Moment, um den Gewinnschlag loszulassen, und war auch in der Defensive deutlich besser als noch in der Startphase. Zum Verhängnis wurde ihm im vierten Satz die aufkommende Müdigkeit und die mangelnde Effizienz: Er musste nach dem Servicedurchbruch zum 3:2 gleich das Rebreak hinnehmen und konnte danach keine der drei Breakchancen nutzten.

«Ich bin enttäuscht, weil wenig gefehlt hat», sagte Wawrinka, blickte aber auch mit Zuversicht in die Zukunft. Diese führt in den kommenden Wochen auch über die Rasenturniere. Geplant ist, dass ihn weiterhin Magnus Norman begleitet. Der Schwede, der Wawrinka zu den grössten Erfolgen gecoacht hat, hatte den Lausanner eigentlich verlassen. Seit einigen Wochen ist er aber wieder an dessen Seite.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 28. Mai 2018 14:44
aktualisiert: 28. Mai 2018 17:20