Strahlt Hüppis Energie auf Mannschaft aus?

Fabienne Engbers, 16. Dezember 2017, 07:54 Uhr
Start der Rückrunde vor Weihnachten, neuer Verwaltungsrat, verletzter Tranquillo Barnetta: Beim FCSG ist diese Woche einiges los. Zum Abschluss sollen gegen Schlusslicht Sion am Samstag drei Punkte her.

Das ist aussergewöhnlich: Das erste Spiel der Rückrunde steht heuer schon im Dezember an. Die 19. Runde wird noch vor Weihnachten ausgetragen. «Je länger man im Dezember bei dieser Witterung spielt, desto schwieriger wird es, unter der Woche zu trainieren. Das ist sicherlich nicht optimal, aber wir machen, was geht», sagt Trainer Giorgio Contini.

Training auf dem Kunstrasen

Wenn die Spieler des FC St.Gallen auf dem Platz sind, ist die Schneeräumung meist schon durch. «Wir trainieren vor allem auf Kunstrasen,»  sagt Contini. So konnte das Training einigermassen normal stattfinden und die Spieler sind für die letzte Partie des Jahres gegen Tabellenschlusslicht Sion gerüstet. Das ist auch wichtig. Sollte der FCSG gegen Sion verlieren schmilzt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf höchstens fünf Punkte. Das brächte zusätzliche Unruhe. Gewinnen die Espen sieht die Lage komplett anders aus: Man hätte zehn Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz und würde allenfalls gar auf einem Europa-Cup-Platz überwintern.

Bringt Hüppi die nötige Euphorie?

Am Dienstag gab es beim FC St.Gallen einen Knall - der gesamte Verwaltungsrat, inklusive Präsident Stefan Hernandez wurden abgesetzt - SRF-Mann Matthias Hüppi wird sein Nachfolger. Der Mannschaft könnte dies für das Spiel am Samstag einen Kick geben.

Hüppi ist am Donnerstag vor die Mannschaft getreten. «Die positive Energie, die er an der Pressekonferenz ausgestrahlt hat, hat er auch der Mannschaft vermittelt. Ich hoffe schwer, dass das auch einen Einfluss darauf haben wird, wie wir am Wochenende auftreten. Es wird allerdings nie einen Präsidenten geben, der eine Videoanalyse macht. Unseren Job müssen wir trotzdem erledigen», sagt Contini.

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9500 bis Freitagmittag weg

Der Neuanfang im Verwaltungsrat hat zumindest auf die Zuschauerränge einen positiven Einfluss. Bis Freitagmittag waren 9'500 Tickets verkauft. Das wird nicht nur den neuen Finanzdirektor Christoph Hammer freuen, sondern auch die Spieler. «Ist das Stadion voll, schlägt sich das natürlich auch auf die Spieler nieder», sagt Giorgio Contini.

Barnetta ist verletzt

Verzichten müssen die Espen gegen Sion auf Tranquillo Barnetta. Sein Knie, das bereits lädiert war, zwang ihn dazu, das Abschlusstraining am Freitag abzubrechen. «In einem Spiel wie jenem am Samstag reicht es nicht, wenn ein Spieler nicht zu hundert Prozent fit ist», sagt Contini. Aus diesem Grund wird Barnetta nicht auf dem Platz stehen. Dafür könnte der wieder genesene Nzuzi Toko in die Startformation zurückkehren. «Das ist definitiv eine Option», bestätigt Giorgio Contini.

Neben Barnetta fehlen dem FCSG auch Adonis Ajeti, Musavu-King, Yannis Tafer und Nassim Ben Khalifa. Sie sind weiterhin verletzt.

Der FC St.Gallen trifft am Samstag, 16. Dezember, im Kybunpark auf den Tabellenletzten FC Sion. Anpfiff des letzten Spiels in diesem Jahr ist um 19 Uhr, auf FM1Today halten wir dich per Liveticker auf dem Laufenden.
Fabienne Engbers
veröffentlicht: 16. Dezember 2017 07:54
aktualisiert: 16. Dezember 2017 07:54