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Vuelta

Tagessieg und Leadertrikot für Roglic – auch Mäder stark

1. September 2021, 20:01 Uhr
Topfavorit Primoz Roglic nimmt Kurs Richtung drittem Vuelta-Gesamtsieg in Folge. Der Slowene übernimmt am fünftletzten Tag mit einem Solosieg an den Seen von Covadonga das rote Leadertrikot.
Primoz Roglic grüsst in der dritten Vuelta-Woche wieder im roten Leadertrikot.
© Keystone/EPA EFE/MANUEL BRUQUE

In der mit drei grossen Bergwertungen gespickten 17. Etappe der Spanien-Rundfahrt machte Roglic bereits früh ernst. Auf Initiative von Giro-Sieger Egan Bernal setzte sich der Gesamtsieger der letzten beiden Jahre 60 km vor dem Ziel im zweitletzten Anstieg des Tages zusammen mit dem Kolumbianer vom Rest des Feldes ab. In der 12,5 km langen und steilen Schlusssteigung war Roglic im Dauerregen dann nicht mehr aufzuhalten. Gut 7 km vor dem Ziel liess er seinen letzten verbliebenen Konkurrenten stehen und stürmte zu seinem dritten Tagessieg an dieser Vuelta, dem achten insgesamt.

Der bisherige Gesamtführende Odd Christian Eiking musste bereits gut 60 km vor dem Ziel abreissen lassen. Am Ende büsste der norwegische Aussenseiter, der während sieben Tagen das Leadertrikot getragen hatte, über neun Minuten auf Roglic ein und fiel in der Gesamtwertung aus den Top 10. Auch der bisherige Gesamtzweite Guillaume Martin verlor viel Zeit. Der Franzose findet sich im 5. Gesamtrang wieder.

Roglics Fahrplan stimmt

Ein drittes Mal dürfte Roglic das rote Leadertrikot nicht mehr hergeben, nachdem er es in den letzten zweieinhalb Wochen bereits zweimal (kampflos) der Konkurrenz überlassen hatte. Für den 31-jährigen Slowenen ist die Ausgangslage für seinen dritten Vuelta-Gesamtsieg in Folge vor der letzten Bergankunft am Donnerstag am Altu d'El Gamoniteiru und dem abschliessenden Zeitfahren am Sonntag in Santiago de Compostela günstig.

In der Gesamtwertung liegt der Zeitfahr-Olympiasieger von Tokio nun 2:22 Minuten vor dem Spanier Enric Mas und 3:11 Minuten vor dessen kolumbianischen Teamkollegen Miguel Angel Lopez. Das Movistar-Duo erreichte das Ziel an den Seen von Covadonga zeitgleich mit dem zweitplatzierten Amerikaner Sepp Kuss, der damit für einen Doppelsieg für die Mannschaft Jumbo-Visma sorgte.

Mäder erneut bei den Besten

Zu der siebenköpfigen Verfolgergruppe von Roglic gehörte nebst dem Gesamt-Sechsten Bernal auch Gino Mäder. Der 24-jährige Berner vom Team Bahrain-Victorious zeigte im Norden Spaniens eine starke Leistung und verbesserte sich im Gesamtklassement um zwei Positionen in den 10. Rang.

In der Wertung der Jungprofis ist Mäder hinter Bernal neu sogar die Nummer 2. Nur ein grosser Einbruch kann den Olympia-Teilnehmer noch davon abhalten, in seiner dritten Grand Tour erstmals die Top 15 zu erreichen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. September 2021 19:55
aktualisiert: 1. September 2021 20:01