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Wimbledon

Das Leben in der Blase ist anstrengend

10. Juli 2021, 12:35 Uhr
Denis Shapovalov begründet seinen Verzicht auf die Olympischen Spiele mit den grossen Einschränkungen in Tokio wegen der Corona-Pandemie.
Denis Shapovalov hat keine Lust mehr auf ein Leben in der Blase.
© KEYSTONE/AP/Alberto Pezzali

Nach seinem Halbfinal-Aus am Freitagabend in Wimbledon zeigte sich der Weltranglisten-Zwölfte erschöpft vom Leben in der Turnier-Blase in London.

«Es hat viel mit den Restriktionen zu tun, wieder in einer Blase zu sein, diese ganze Situation. Ich bin seit einem Monat hier in London. Mental bin ich langsam fertig», sagte Shapovalov. Es sei ein Traum, bei Olympia zu spielen und sein Land zu repräsentieren. Aber die Einschränkungen würden einem viel Druck auferlegen. «Ich bin erschöpft, nicht nur vom Turnier, sondern von der gesamten Situation», erklärte Shapovalov nach seiner Niederlage gegen Novak Djokovic.

Seinen Tokio-Trip ebenfalls gestrichen hat der Australier Nick Kyrgios. Einerseits fühle er sich nach einer in Wimbledon erlittenen Bauchmuskelverletzung nicht fit, andererseits hatten auch die nun leeren Stadien einen Einfluss auf den Entscheid. «Es war mein Traum, Australien bei den Olympischen Spielen zu vertreten, und ich weiss, dass ich diese Chance vielleicht nie mehr bekommen werde», schrieb Kyrgios in einem Communiqué. «Aber ich kenne mich auch selbst. Der Gedanke, in einem leeren Stadion zu spielen, gefällt mir einfach nicht. Das hat er nie.»

Das Olympia-Turnier dauert vom 24. Juli bis zum 1. August. Abgesagt hatten unter anderem auch schon Serena Williams, Rafael Nadal und Dominic Thiem, der nun aber ohnehin verletzt ist. Der Entscheid von Roger Federer steht noch aus. Gemäss Aussagen des Schweizer Delegationsleisters Ralph Stöckli vom vergangenen Montag seien die Signale aber positiv.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Juli 2021 11:05
aktualisiert: 10. Juli 2021 12:35