Die sieben Grand-Slam-Finals von Djokovic und Nadal

27. Januar 2019, 07:59 Uhr
Der bisher letzte Grand-Slam-Final zwischen Novak Djokovic (li.) und Rafael Nadal: Am French Open 2014 setzte sich der Spanier durch
Der bisher letzte Grand-Slam-Final zwischen Novak Djokovic (li.) und Rafael Nadal: Am French Open 2014 setzte sich der Spanier durch
© KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT
Sieben Mal trafen Novak Djokovic und Rafael Nadal bislang in einem Grand-Slam-Final aufeinander, darunter im längsten der Geschichte. Insgesamt führt der Spanier mit 4:3 Siegen.

Ein ganz spezieller Sieg für Nadal: Mit dem ersten Titel am US Open machte er den Karriere-Grand-Slam perfekt - als erst siebter Spieler der Tennisgeschichte. Wie jetzt in Melbourne erreichte Nadal den Final ohne Satzverlust und gewann die zwischenzeitlich wegen Regens unterbrochene Partie in 3:43 Stunden.

Djokovic krönt ein Traumjahr mit seinem ersten Wimbledonsieg und dem erstmaligen Aufstieg zur Nummer 1. Nach dem Sieg in 2:28 Stunden spricht der Serbe vom «schönsten Tag meines Lebens». Wimbledon sei immer sein Traum gewesen.

Ein Jahr nach Nadal krönt sich auch Djokovic ein erstes Mal zum König von New York. Im dritten Satz fehlen ihm zwei Punkte zum Sieg, doch er lässt sich nach dem Satzverlust nicht vom Weg abbringen. Vier Jahre nachdem er am US Open seinen ersten Grand-Slam-Final gegen Roger Federer verloren hatte, setzt er sich gegen Nadal in 4:10 Stunden durch.

Ein Final für die Geschichtsbücher. 5 Stunden und 53 Minuten bekämpfen sich Djokovic und Nadal an einem schwül-heissen Melbourner Abend. Was die beiden leisten, ist übermenschlich. Nach dem längsten Final der Grand-Slam-Geschichte müssen für die Siegerehrung Stühle herbeigebracht werden, weil Djokovic und Nadal kaum noch stehen können. Es ist der dritte Major-Final mit den beiden hintereinander - und immer gewinnt der Serbe. Seither hat er gegen seinen spanischen Rivalen aber nie mehr in einem Grand-Slam-Final gesiegt.

Zurück auf seinem Lieblings-Territorium wendet sich das Blatt für Nadal. Bei immer stärkerem Regen gerät er am Sonntagabend aus dem Tritt, ehe die Fortsetzung der Partie - aus seiner Sicht endlich - auf Montag verschoben wird. Da holt er sich bei wieder besserem Wetter nach insgesamt 3:49 Stunden den siebten Titel und wird so Rekordsieger in Roland Garros.

Trotz einer Schwächephase im zweiten Satz holt sich Nadal in 3:20 Stunden souverän seinen zweiten US-Open-Titel. Der Spanier verliert im gesamten Turnier nur zwei Sätze, der Serbe ist von einem Fünfsatz-Marathon im Halbfinal gegen Stan Wawrinka gezeichnet.

Der erste French-Open-Titel bleibt Djokovic ein weiteres Mal verwehrt. Er wird noch zwei Jahre warten müssen. Nachdem er Nadal im Final von Rom noch bezwungen hatte, behält der Spanier trotz Krämpfen am Ende in 3:30 Stunden die Oberhand. Für Djokovic ist es die fünfte Finalniederlage bei Grand-Slam-Turnieren innerhalb von zwei Jahren. Schon vier Wochen später gewinnt er aber in Wimbledon und beginnt das Männertennis zu dominieren wie kaum einer zuvor.

Heute (09.30 Uhr) stehen sich Djokovic und Nadal nun erstmals seit viereinhalb Jahren in einem grossen Final gegenüber. In der Zwischenzeit spielte der Serbe zehn Grand-Slam-Finals und gewann acht davon. Die einzigen beiden Niederlagen kamen in Paris 2015 und am US Open 2016 gegen ... Stan Wawrinka.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 27. Januar 2019 07:42
aktualisiert: 27. Januar 2019 07:59