Anzeige
Ladies Open Lausanne

Golubic verzichtet auf Turnier in Lausanne

10. Juli 2021, 07:37 Uhr
Die Wimbledon-Viertelfinalistin Viktorija Golubic verzichtet schweren Herzens auf das Sandturnier in Lausanne. Trotzdem stehen vier Schweizerinnen im Hauptfeld.
Vorerst keine Rückkehr auf Sand: Nach ihrem tollen Viertelfinal in Wimbledon verzichtet Viktorija Golubic auf das Turnier in Lausanne
© KEYSTONE/AP/Alberto Pezzali

Am Ende triumphierte bei Viktorija Golubic doch noch die Vorsicht und Vernunft. Die 28-jährige Zürcherin hatte nach den beiden Viertelfinals auf Rasen in Eastbourne und vor allem Wimbledon mit einer kurzzeitigen Rückkehr auf Sand geliebäugelt. Am Ende verzichtete sie aber auf die offerierte Wildcard.

Olympia als grösseres Ziel

Dem Ladies Open zum Verhängnis wurde letztlich die Selektion von Golubic für die Olympischen Spiele in Tokio - auf Hartplatz. Der ursprüngliche Plan war gewesen, im Juli noch einmal ein paar Turniere auf Sand zu spielen. Bereits in Wimbledon hatte sie durchblicken lassen, dass es für sie kein einfacher Entscheid war.

«Ich habe halt eine besondere Beziehung zu diesem Turnier», betonte Golubic. 2016 feierte die 28-jährige Zürcherin beim Ladies Open ihren bisher einzigen WTA-Titel, damals allerdings noch in Gstaad. Bei der Premiere in Lausanne fehlte sie vor zwei Jahren. Weil sie die Nennfrist verpasst hatte, schrieb sie sich nun in einem ersten Schritt sogar für die Qualifikation ein. Der Erfolg in Wimbledon sowie die für sie nicht unbedingt erwartete Olympia-Nominierung zwangen sie nun zum Umdenken.

Wildcards für Waltert und Bandecchi

Dennoch stehen auf der Anlage des TC Stade Lausanne direkt am Genfersee mindestens vier weitere Schweizerinnen im Hauptfeld. Bei Jil Teichmann (WTA 55), die am Montag von Golubic als Schweizer Nummer 2 abgelöst wird, ist es genau umgekehrt. Sie laborierte in diesem Jahr schon viermal an Verletzungen, zuletzt am Fuss beim Turnier in Strassburg. Darauf musste die Sandspezialistin auf das French Open verzichten. Um die Form auf ihrer bevorzugten Unterlage wieder zu finden, sagte sie auch für Olympia ab.

Auch Stefanie Vögele (WTA 121) kam 2021 noch nicht auf Touren. Simona Waltert (WTA 243) verbesserte sich in diesem Jahr um über 50 Positionen. Die 20-jährige Bündnerin, die vom Waadtländer Stéphane Bohli trainiert wird, wurde deshalb mit einer Wildcard belohnt. Golubics Verzicht ist nun das Glück von Susan Bandecchi (WTA 218). Die Tessinerin «erbt» die Wildcard der Zürcherin.

Die Topfavoriten sind die French-Open-Halbfinalistin Tamara Zidansek (WTA 47) aus Slowenien und die Titelverteidigerin Fiona Ferro (WTA 51) aus Frankreich.

Im vergangen Jahr fiel das Turnier der Corona-Pandemie zum Opfer. Nun sind ab Montag - im Gegensatz etwa zum Geneva Open im Mai - auch Zuschauer zugelassen. Sie müssen aber nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Juli 2021 05:05
aktualisiert: 10. Juli 2021 07:37