Australian Open

Nadal nur im ersten Satz mit Problemen

23. Januar 2022, 10:48 Uhr
Für Rafael Nadal läuft in Melbourne weiter alles perfekt. Gegen Aussenseiter Adrian Mannarino (ATP 69) qualifiziert sich der Mallorquiner mit 7:6 (16:14), 6:2, 6:2 für die Viertelfinals.
Der erste Satz Nadals gegen Adrian Mannarino dauerte bis zum 16:14 im Tiebreak 83 Minuten
© KEYSTONE/AP/Simon Baker

Die Basis zum Sieg legte Rafael Nadal bereits im ersten Satz, der 83 Minuten lang dauerte. Alleine das Tiebreak beanspruchte fast eine halbe Stunde. Dem Franzosen Adrian Mannarino bot sich die Chance, den Auftaktsatz zu gewinnen, auf dem Silbertablett. Mannarino brachte seine Aufschlagspiele mit Leichtigkeit durch, erspielte sich vor dem Tiebreak den einzigen Breakball, führte im Tiebreak 3:0 und 4:2 und kam zu vier Satzbällen, einen davon bei eigenem Aufschlag.

Als sich Nadal mit seinem siebenten Satzball den ersten Durchgang sicherte, bedeutete das schon mehr als eine Vorentscheidung. Mannarino erwies sich nach den Siegen über Hubert Hurkacz (ATP 11) und den Russen Aslan Karazew zu keinem weiteren Kraftakt mehr fähig.

Nadal feierte in Melbourne den achten Sieg in Folge. Vor Beginn des Australian Open hatte er im Melbourne Park vor zwei Wochen ein Vorbereitungsturnier gewonnen. Seither läuft im Prinzip alles für ihn. Das begann vor einer Woche mit der Ausweisung des grössten Rivalen Novak Djokovic. Seither räumten ihm Yannick Hanfmann und Mannarino formstarke Gegner aus dem Weg wie den Australier Thanasi Kokkinakis oder den Vorjahres-Halbfinalisten Aslan Karazew.

Alexander Zverevs Traum platzt

Am Sonntag ging es im gleichen Stil weiter. Im Viertelfinal vom Dienstag trifft Nadal nicht auf den Deutschen Alexander Zverev (ATP 3), sondern auf den Kanadier Denis Shapovalov, die Nummer 14 der Weltrangliste.

Olympiasieger Zverev ging gegen Shapovalov mit 3:6, 6:7 (5:7), 3:6 unter. Für den Deutschen platzte einmal mehr der grosse Traum vom ersten Grand-Slam-Titel für seinen Geschmack viel zu früh. Einzig im zweiten Satz boten sich Zverev Möglichkeiten. Der Deutsche machte aus einem 0:2-Rückstand eine 5:3-Führung, verlor aber sogleich wieder den Aufschlag und danach endgültig den Faden.

Zverev setzte sich in Melbourne offensichtlich zu stark unter Druck. Mit einem ersten Grand-Slam-Titel hätte er in der Weltrangliste die Nummer 1 von Novak Djokovic «erben» können. Stattdessen hat Zverev daran zu kauen, dass er an Major-Turnieren von 19 Partien gegen Gegner aus den Top 20 der Weltrangliste nur vier gewinnen konnte.

Ashleigh Barty mit Heimsieg

Wimbledonsiegerin Ashleigh Barty stürmte mit 6:4, 6:3 gegen Amanda Anisimova (WTA 60) in die Viertelfinals. Die Weltnummer 1 aus Australien darf weiter auf den ersten Totalerfolg an ihrem Heimturnier hoffen. Ihre ersten zwei Grand-Slam-Titel holte Barty am French Open 2019 und letzten Sommer in Wimbledon.

Amanda Anisimova, die in den ersten Runden Naomi Osaka und Belinda Bencic eliminiert hat, forderte auch Barty viel ab. Im zweiten Satz führte Anisimova 2:0 und 3:2. In den wichtigen Momenten behielt Ashleigh Barty aber konstant die Oberhand. In der nächsten Runde trifft Barty erneut auf eine Amerikanerin, auf Jessica Pegula (WTA 21).

Trotz Anisimovas Niederlage gehörten zwei US-Girls am Sonntag zu den Siegerinnen: Jessica Pegula und Madison Keys. Pegula besiegte die als Nummer 5 gesetzte Griechin Maria Sakkari 7:6 (7:0), 6:3 und qualifizierte sich zum zweiten Mal (nach Australian Open 2021) für die Viertelfinals eines Grand-Slam-Turniers. Madison Keys eliminierte die als Nummer 8 gesetzte Spanierin Paula Badosa mit 6:3, 6:1. Madison Keys erreichte in Melbourne vor sieben Jahren die Halbfinals. Im letzten Jahr wurde sie nach einem positiven Covid-Test vor der Startrunde von der Pandemie aus dem Rennen genommen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. Januar 2022 10:45
aktualisiert: 23. Januar 2022 10:48
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