Trotz Niederlage: «Es war schon geil»

Linda Aeschlimann, 9. August 2019, 07:38 Uhr
Das war nix aus Sicht des FC Vaduz. Im Hinspiel der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde blieben die Liechtensteiner chancenlos. Die Eintracht Frankfurt bodigt den FC Vaduz im Rheinparkstadion gleich mit 5:0. Trotzdem hält sich die Enttäuschung im Fürstentum in Grenzen.

Bundesliga versus Challenge League: Die Kräfteverhältnisse sind nicht nur auf dem Papier deutlich, sondern auch auf dem Platz. Der FC Vaduz blieb beim Hinspiel der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde gegen die Eintracht Frankfurt chancenlos. Vaduz verliert zu Hause vor knapp 6000 Zuschauern – die meisten sind aus Frankfurt – mit 0:5.

Einmalige Stimmung im Rheinparkstadion

Gleich fünf Mal musste Benjamin Büchel, FCV-Goalie und Captain, hinter sich zum Ball greifen. Entsprechend enttäuscht ist der Keeper nach dem Spiel: «Ich hätte vielleicht das eine oder andere Tor verhindern können.» Man sei sich aber der schwierigen Situation bewusst gewesen. Deshalb könne man diese Niederlage bestimmt schnell verkraften.

Was den Vaduz-Spielern vermutlich immer in Erinnerung bleiben wird, ist die Stimmung am Donnerstagabend im heimischen Stadion. Gegenüber FM1Today sagt Büchel: «Es war schon richtig geil. Diese Wand aus Frankfurt. Ich habe meine Mitspieler nicht mehr gehört.»

 

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Quelle: FM1Today

Auch bei den Vaduz-Anhänger bleibt das Spiel gut in Erinnerung. «Das war supercool. Mein Sohn hat zu mir gesagt, dass er noch nie gesehen hat, dass es auf der Gegentribüne Leute hat», sagt der FC-Vaduz-Fan Thomas aus Buchs nach dem Spiel.

Fernandes schwelgt in der Vergangenheit

Ein spezielles Spiel war es am Donnerstagabend auch für den ehemaligen Schweizer Nationalspieler Gelson Fernandes, welcher für die Eintracht auf dem Feld stand: «Das letzte Mal hier war ich mit Sion. Damals spielten wir gegen Vaduz in der Challenge League.»

Dass er nun, 13 Jahre später, mit einem Bundesligaverein wieder her komme, sei etwas spezielles, ein Traum. «Geändert hat sich eigentlich nur, dass es in der Zwischenzeit zwei neue Tribünen gegeben hat», sagt Fernandes zu FM1Today.

Eine lohnenswerte Reise

Das Rheinparkstadion ist auch für die deutschen Fans etwas besonderes. Für die Hunderten von Frankfurt-Fans, welche extra für dieses Qualifikationsspiel rund fünf Stunden Autofahrt, pro Weg, auf sich nahmen, lohnte sich der Ausflug gleich doppelt. Nicht nur das Resultat sei super, auch seien die Frankfurter selten so nahe am Spielfeld dran: «Hier kann man dem Trainer praktisch auf die Frisur spucken», sagt Regi aus Aachen.

Auch schwärmten die Eintracht-Fans von den schönen Kulissen im Liechtenstein. Sascha aus Frankfurt sagt: «Ich finde es hier wunderbar. Das Stadion sieht zwischen den Bergen eingeklemmt richtig gut aus.» Er und seine Freundin fuhren wie die meisten Frankfurter direkt nach dem Spiel zurück nach Deutschland. «Wir müssen morgen wieder zu Arbeit. Wir fahren also praktisch direkt dahin.»

 

Das Rückspiel der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Vaduz findet am Donnerstag, 15. August, statt. Anpfiff in der Commerzbank-Arena ist um 20.30 Uhr.

 

Linda Aeschlimann
veröffentlicht: 9. August 2019 05:46
aktualisiert: 9. August 2019 07:38