Tschopp will die Top 7 schaffen

19. September 2018, 09:51 Uhr
Evelyne Tschopp (links) will nach zwei EM-Medaillen auch an Weltmeisterschaften bei der Vergabe um Edelmetall mitreden
Evelyne Tschopp (links) will nach zwei EM-Medaillen auch an Weltmeisterschaften bei der Vergabe um Edelmetall mitreden
© KEYSTONE/PAP/BARTLOMIEJ ZBOROWSKI
Sechs Schweizer stehen in dieser Woche an den Judo-Weltmeisterschaften in Baku im Einsatz. Erste Anwärterin für eine Top-7-Klassierung ist die zweifache EM-Dritte Evelyne Tschopp. Die 27-jährige Baselbieterin hatte zuletzt im Limit bis 52 kg zweimal EM-Bronze geholt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagt sie rückblickend zur zweiten EM-Bronzemedaille in Folge: «Ich profitierte in Tel Aviv sicher auch von einer günstigen Auslosung. Im Halbfinal wurde ich jedoch ziemlich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.»

In den Halbfinals war sie von der letztjährigen WM-Dritten Natalja Kusjutina aus Russland bereits nach 82 Sekunden mit Ippon bezwungen.

Tschopp berichtet nun von einer gelungenen WM-Vorbereitung mit Camps in Japan, Spanien und Holland sowie einer Woche am nationalen Leistungszentrum in Brugg. «Akzente wurden vorab im Griffkampf gelegt», sagt Tschopp.

«Je nach Auslosung kann es an den Weltmeisterschaften happig werden, aber eigentlich sind die Top 7 mein Ziel», sagt Tschopp, die am Freitag bestenfalls mit einer Medaille liebäugelt. Die bislang einzige Schweizer Judo-WM-Medaillengewinnerin bei den Frauen ist immer noch Monika Kurath, die 1997 in Paris im Limit bis 48 kg Bronze holte.

An den internationalen Titelkämpfen in Baku betrachtet Tschopp neben ihrer EM-Bezwingerin und vierfachen Europameisterin Kusjutina die beiden Japanerinnen Uta Abe und Ai Shishime, die vierfache WM-Medaillengewinnerin Erika Miranda aus Brasilien und die aufstrebende Französin Amandine Buchard als härteste Konkurrentinnen im Kampf um die Podestplätze, wobei sie Buchard und die erst 18-jährige japanische Junioren-Weltmeisterin Abe als Gold-Anwärterinnen einstuft.

Mit der 25-jährigen Fabienne Kocher startet eine weitere Schweizerin im Limit bis 52 kg. Mit einem 7. Rang bei der WM 2014 - damals im Limit bis 57 kg - gelang der Zürcherin eines der besten Schweizer WM-Resultate der letzten Jahre. Nach langer Verletzungspause startet Kocher nun in der tieferen Gewichtsklasse. An EM und WM sind im Gegensatz zu Olympia zwei Athleten pro Limit startberechtigt.

Weitere Schweizer Teilnehmer in Baku sind die vier Männer Nils Stump und Timo Allemann (beide 73 kg), der Olympia-erfahrene Ciril Grossklaus (90 kg) sowie Patrik Moser (100 kg). Sergei Aschwanden, der Olympia-Dritte von 2008, ist bei den Schweizer Männern der letzte Schweizer WM-Medaillengewinner im Judo (2001 Bronze und 2003 Silber).

Quelle: SDA
veröffentlicht: 19. September 2018 08:20
aktualisiert: 19. September 2018 09:51