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«Über den zweiten Platz beklage ich mich sicher nicht»

19. Januar 2019, 19:26 Uhr
Vorjahressieger Beat Feuz muss sich in der Lauberhorn-Abfahrt einzig Vincent Kriechmayr knapp geschlagen geben. Kommende Woche in Kitzbühel wird der Berner versuchen, sich zu revanchieren.
Beat Feuz freut sich in Wengen auch über den 2. Platz
© KEYSTONE/AP/MARCO TACCA
Beat Feuz, 14 Hundertstel fehlen Ihnen gegenüber dem Österreicher Vincent Kriechmayr zum Sieg. Wo haben Sie diese Zeit verloren?

Beat Feuz: «Das war sehr gut zu sehen: Nach dem Brüggli-S war Vincent (Kriechmayr) eine halbe Sekunde vorne. Ich habe diese Passage sicher nicht einwandfrei erwischt. Ich fand zu wenig Grip vor, und es verschlug mir etwas die Ski.»

Als Sie mit der Nummer 5 im Ziel waren, führten Sie vor Aksel Svindal. Glaubten Sie da noch an den Sieg?

Beat Feuz: «Ganz ehrlich? Nein. Ich zweifelte sogar, ob es zum zweiten Platz genügen würde.»

Wie hat sich abgesehen vom Fehler Ihre Fahrt angefühlt?

Beat Feuz: «Eher speziell. Vom Start bis zum Ziel hat sich der Schnee mehrmals anders angefühlt. Oben war er kalt und stumpf, es ging nicht wirklich vorwärts. Der Rennfahrer jedoch zieht es vor, wenn der Schnee schnell ist. Danach Hundschopf und Minsch-Kante war es pures Eis. Unten war es dann eher wieder normal. Auf all dies habe ich mich heute nicht ganz ideal einstellen können.»

Ihr Fazit der Lauberhorn-Abfahrt 2019?

Beat Feuz: «Vierzehn Hundertstel zurück Zweiter zu werden, darüber will ich mich sicher nicht beklagen.»

Sie haben Vincent Kriechmayr in den letzten Wochen und Monaten schon ein paar Mal gelobt. Was zeichnet Ihn aus?

Beat Feuz: «Ich sage nicht einfach nur aus Spass, dass Vincent der beste Techniker unter den Speed-Fahrern ist. Das sieht man, wenn er fährt. Und in einem technischen Abschnitt hat er heute auch die Differenz zu mir gelegt.»

Nach Wengen ist vor Kitzbühel. Sinnen Sie auf Revanche?

Beat Feuz: «Kitzbühel ist definitiv ein Highlight. In einem Interview heute hat ein Reporter mir gesagt, dass ich gutmütig sei, einem Österreicher in der Schweiz den Sieg zu überlassen. Ich antwortete, das sei dann doch etwas gar zu gutmütig. Deshalb sei es nun an der Zeit, dass wieder ein Schweizer in Kitzbühel gewinnen kann. Ich werde es auf jeden Fall versuchen. Dazu gibt es noch ein paar andere Schweizer, die in Form sind.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 19. Januar 2019 18:17
aktualisiert: 19. Januar 2019 19:26