Ski alpin

Corinne Suter mit Podest-Triple zum Speed-Auftakt

20. Dezember 2020, 17:40 Uhr
Super-G-Siegerin Ester Ledecka applaudiert Corinne Suter, die in Val d'Isère nach allen drei Rennen auf dem Podest stand.
© KEYSTONE/AP/Giovanni Auletta
Corinne Suter wird im Super-G von Val d'Isère Zweite hinter der Tschechin Ester Ledecka. Trotz drei Podestplätzen innert drei Tagen ist die Schwyzerin froh um die kurze Weihnachtspause.

Der Speed-Saisonauftakt in den französischen Alpen verlief für Corinne Suter mit den Rängen 1, 2 und 2 traumhaft - und dennoch in fast gewohntem Rahmen. Lange ists her, dass die Schwyzerin in einem Speedrennen nicht mehr in den ersten drei aufschien. Am 8. Februar in Garmisch wars, als sie in der Abfahrt als Fünfte den Sprung aufs Podest knapp verpasste. Die Serie, die am Tag danach gleichenorts mit dem Super-G-Sieg begann, führte Corinne Suter seither in sechs Abfahrten und Super-Gs weiter.

Auch wenn sie um ihre eigene Stärke weiss, empfindet die 26-Jährige immer noch jeden Podestplatz als «speziell. Klar wusste ich vor Val d'Isère, dass ich schnell bin. Schliesslich war ich in den Trainings im Sommer und Herbst immer schnell. Doch man muss es dann auch an den Renntagen zeigen.» Dieses Umsetzen in den Wettkampf, das war früher ein Problem von Corinne Suter, die sich nach starken Trainingsleistungen im Rennen jeweils «verkopfte», wie sie es selbst ausdrückte.

Diese leidige und längere Phase ihrer Karriere, in welcher nach ihren Läufen öfters Tränen der Enttäuschung oder gar Wut flossen, ist definitiv zu Ende. Die zweifache WM-Medaillengewinnerin von 2019 und Gewinnerin der Abfahrts- und Super-G-Kristallkugel des vergangenen Winters weiss nun, dass es «die Lockerheit zu bewahren» gilt. Umso mehr, wenn gleich drei Rennen in drei Tagen anstehen wie in Val d'Isère. Gerade dann sei es speziell wichtig, «nach jedem Wettkampf möglichst schnell runterzukommen», um sich bestmöglich zu erholen und auf das nächste Rennen vorbereiten zu können.

So gut das Corinne Suter in den vergangenen Tagen auch hinbrachte, «passt mir die nun folgende Pause perfekt. Vor dem Super-G habe ich gemerkt, dass ich doch etwas müder war.» Ein solches Wochenende koste «Energie, vielleicht weniger körperlich, als vor allem im Kopf. Nun freue ich mich auf Weihnachten und die Zeit, die ich mit meiner Familie und dem Freund verbringen kann. Wir werden in kleinerem Rahmen und mit mehr Abstand als sonst feiern, aber es wird sicher trotzdem schön.»

Danach geht es für die Schwyzerin am 28. Dezember mit dem Riesenslalom in Semmering weiter. Das nächste Speed-Wochenende folgt in drei Wochen in St. Anton.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. Dezember 2020 17:40
aktualisiert: 20. Dezember 2020 17:40