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National League

Die Berner gewinnen auswärts gegen Davos 5:2

5. März 2021, 06:05 Uhr
An dem Tag, an welchem die vom SC Bern propagierte Ligareform zumindest bis in den Sommer, womöglich aber auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden ist, gewinnen die Berner in Davos 5:2.
Der SC Bern ringt auch den HC Davos nieder: Der Berner Beat Gerber bringt den Davoser Aaron Palushaj zu Fall.
© KEYSTONE/JUERGEN STAIGER

Nach der Niederlage in der Teppich-Etage der Liga feierten die Berner aber zumindest auf dem Eis einen wertvollen Sieg. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen reihte der SCB inklusive Cupfinal drei Siege aneinander. Bern nähert sich den Playoffs mit Vehemenz an.

In den vorderen Regionen der Tabelle siegte Lausanne im Verfolgerduell gegen die ZSC Lions mit 4:1. Nach 19 Meisterschaftsspielen und dem Cupfinal (= 20 Spiele) riss Sven Andrighettos grandiose Skorer-Serie. Der Kanadier Ken Yaremchuk muss vorerst nicht mehr um seinen Rekord von 29 Partien mit mindestens einem Skorerpunkt (aus der Saison 2004/05) bangen.

Ambri-Piotta verlor das Heimspiel gegen Biel 3:4 nach Verlängerung.

Effiziente Berner

Die Aufwärtstendenz beim Schlittschuhclub Bern hält an. Die Berner setzten sich dank extrem hoher Effizienz im Abschluss in Davos mit 5:2 durch.

Zum zweiten Mal innerhalb zweier Wochen reihten die Berner inklusive des gewonnenen Cupfinals drei Siege aneinander. Berns Rückstand auf die Playoff-Plätze schmilzt. Und noch immer haben die Berner markant weniger Spiele als alle anderen ausgetragen.

In Davos spielten sich die entscheidenden Szenen im zweiten Abschnitt ab. In der 26. Minute brachte Kyen Sopa mit seinem ersten NLA-Tor (im 14. Spiel) den SCB 2:1 in Führung. Zuvor hatten die Davoser aus vier Powerplay-Chancen (davon zwei bei fünf gegen drei) nur den 1:1-Ausgleich zu Stande gebracht. Auch im weiteren Spielverlauf scheiterten die Davoser immer wieder an Berns Goalie Philip Wüthrich (31 Paraden).

Die wichtigsten Goals gelangen Cory Conacher. 63 Sekunden vor der zweiten Pause gelang dem 31-jährigen Kanadier mit einem Entlastungsangriff das 3:1. Und weniger als zwei Minuten nach dem Davoser Anschlusstreffer (durch Valentin Nussbaumer) stellte wieder Conacher den Zweitore-Abstand wieder her. Conacher spielt seit dem Wechsel zu Bern brillant auf. Bei Lausanne hatte er als sechster oder siebenter Ausländer meist die Wolldecke gefasst.

Heimsieg für Lausanne

Nach vier Heimniederlagen hintereinander fand der Lausanne Hockey Club gegen die ZSC Lions im eigenen Stadion mit 5:1 zum Siegen zurück. Lukas Flüeler, der Goalie der ZSC Lions, unterstützte die Waadtländer auf der Suche nach einem Heimsieg.

Die ZSC Lions starteten gut in die Partie und gingen durch Marcus Krüger früh in Führung. Noch vor der ersten Pause schaffte Lausanne aber die Wende. Das wegweisende 2:1 erzielten die Romands in Unterzahl und unter gütiger Mithilfe von Flüeler. Der Keeper liess einen harmlosen Abschlussversuch fallen, was Floran Douay ein einfaches Goal erlaubte.

Von diesem Schock erholten sich die ZSC Lions nicht mehr. Sie leisteten sich in den nächsten 15 Spielminuten nach dem zweiten Gegentreffer 31 Strafminuten und kassierten in Unterzahl die mehr als Gegentore zum 1:3 (durch Libor Hudacek) und 1:4 (Brian Gibbons).

Nach dem Sieg im Verfolgerduell beträgt Lausannes Rückstand auf die ZSC Lions (2.) bloss noch acht Zähler. Allerdings haben die Waadtländer noch fünf Partien weniger als der ZSC bestritten.

Biel profitierte von Ambris Strafen

Viel zu viele Strafen kosteten den HC Ambri-Piotta im Spiel gegen Biel (3:4 n.V.) alle Chancen. Wichtigster Akteur bei den Bielern war Stürmer Michael Hügli.

Hügli erzielte zum zwölften Mal in seiner Karriere in der National League zwei Tore in einem Spiel. Kurz vor Schluss war er nochmals in eine wichtige Szene involviert. Ambris Verteidiger Michael Fora musste kurz vor Schluss für ein Stockfoul gegen Hügli vier Minuten auf die Strafbank. Insgesamt leistete sich Ambri-Piotta nach dem 3:3-Ausgleich sechs Minuten vor Schluss noch 18 Strafminuten (!), die letzte wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Luca Cunti stellte nach 61 Sekunden der Verlängerung mit einem Powerplay-Tor Biels Sieg sicher.

Ambri muss disziplinierter auftreten, will es seine Chancen auf die Playoffs wahren. Alleine Michael Fora, einst Captain in Ambri, brachte es gegen Biel auf fünf Zweiminutenstrafen. Biel, das mit nur drei Söldnern antrat, hätte die Partie aufgrund der Chancen in der regulären Spielzeit gewinnen müssen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. März 2021 22:31
aktualisiert: 5. März 2021 06:05