Doping-Video: Polizist freigestellt

René Rödiger, 1. März 2019, 13:19 Uhr
Dieter Csefan von der Polizei Innsbruck und Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft informieren über die Razzia an der WM.
Dieter Csefan von der Polizei Innsbruck und Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft informieren über die Razzia an der WM.
© Keystone
Ein Video des österreichischen Langläufers Max Hauke, wie er in flagranti beim Doping erwischt wird, ist viral gegangen. Jetzt drohen dem Polizisten, der den Film verbreitet hat, rechtliche Konsequenzen.

Bei einer Razzia bei der Weltmeisterschaft in Seefeld ist der österreichische Langläufer Max Hauke erwischt worden, während er dopte. Dabei wurde er von einem Polizisten gefilmt. Das Video wurde rasant verbreitet.

Doch der Beamte hätte das Video gar nie weitergeben dürfen. Deshalb ermittelt nun das Bundeskriminalamt gegen ihn. Es drohen straf- und disziplinarrechtliche Konsequenzen. Der Mann wurde mit sofortiger Wirkung vom Einsatz freigestellt.

Das Bundeskriminalamt hat nicht bekannt gegeben, zu welcher Abteilung der Beamte gehört. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt wegen des Verdachts auf Verletzung des Amtsgeheimnisses.

Hauke und seine vier ebenfalls festgenommenen Mitsportler sind in der Zwischenzeit wieder freigelassen worden. Hauke, Dominik Baldauf, Karel Tammjärv, Andreas Veerpalu und Alexei Poltoranin hatten zuvor zugegeben, mit Eigenblut gedopt zu haben. Insgesamt wurden am Mittwoch neun Personen verhaftet. Die beiden mutmasslichen Komplizen des Sportmediziners, der das Doping ermöglicht hatte, sind noch in Haft.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 1. März 2019 13:19
aktualisiert: 1. März 2019 13:19