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U20-WM

Finnland für die Schweizer Junioren zu stark

28. Dezember 2020, 07:42 Uhr
Zwei Tage nach der 0:1-Niederlage gegen die Slowakei verlieren die Schweizer auch ihr zweites Spiel an der U20-WM in Edmonton. Das Team von Trainer Marco Bayer unterliegt Finnland 1:4.
Der Schweizer Goalie Thibault Fatton hatte viel zu tun.
© KEYSTONE/AP/Jason Franson

«Die Finnen sind in unserer Reichweite, wenn wir einen guten Tag haben», sagte Bayer im Vorfeld der Partie. Tatsächlich hielten die Schweizer das Resultat lange offen, spielerisch waren die Finnen aber deutlich besser.

Das Schussverhältnis im zweiten Drittel lautete 16:6 zu Gunsten der Nordländer (total 43:14), obwohl die Schweizer während sechs Minuten mit einem Mann mehr spielen konnten. Die Finnen ihrerseits nutzten die einzige Überzahlgelegenheit im Mittelabschnitt zum 2:1. Es war allerdings kein typisches Powerplay-Tor, traf doch Jusso Pärssinen nach einem Solo, das er mit einem herrlichen Backhand-Schuss in die nahe Ecke abschloss. Dennoch ist Torhüter Thibault Fatton, der erneut eine gute Leistung zeigte, kein Vorwurf zu machen. Pärssinens Vater Timo trug in der Saison 2005/06 das Trikot des EV Zug. Auch das 3:1 (51.) und 4:1 (57.) erzielten Aku Räty respektive Kasper Simontaival jeweils im Powerplay.

Die Schweizer waren optimal in die Partie gestartet. Sie nutzten in der vierten Minute die erste Strafe gegen die Finnen zur Führung - der erst 17-jährige Attilio Biasca traf mit einem platzierten Schuss ins Lattenkreuz. Das 1:0 hielt aber nur gerade 36 Sekunden, dann glich der im Herbst von den Florida Panthers als Nummer 12 gedraftete Anton Lundell aus. Dem Tor ging ein schlechter Wechsel der Schweizer voraus.

Damit wartet die Bayer-Equipe weiterhin auf die ersten Punkte in diesem Turnier. Vor einem Jahr hatten die Schweizer in der Vorrunde sowohl die Slowakei (7:2) als auch Finnland (5:2) bezwungen. Einfacher wird es in der dritten Partie in der Nacht auf Mittwoch nicht, ist doch Titelverteidiger Kanada der Gegner. Die Nordamerikaner fertigen im ersten Spiel Deutschland gleich 16:2 ab.

Bayer sprach nach dem Spiel von einem Lernprozess, in dem sich das Team befinde. «Um gegen solche Nationen zu gewinnen, müssen wir im Powerplay effizienter werden.» Ausserdem bemängelte er das Umschaltspiel und den schnellen Ausgleich. Was erwartet er vom Duell mit Kanada? «Das wird für die Jungs ein Erlebnis. Wir können von dieser Partie nur profitieren und uns als Mannschaft weiterentwickeln.»

Telegramm:

Finnland - Schweiz 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Edmonton. - SR Garon/Maille (CAN), Harris/O'Quinn (CAN). - Tore: 4. (3:44) Biasca (Fust, Allenspach/Ausschluss Niemelä) 0:1. 5. (4:20) Lundell (Simontaival) 1:1. 25. Pärssinen (Niemalä, Lambert/Ausschluss Vouardoux) 2:1. 51. Räty (Lambert, Niemelä/Ausschluss Bottini) 3:1. 57. Simontaival (Hirvonen, Lundell/Ausschluss Fust) 4:1. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweiz: Fatton; Baragano, Chanton; Fiedler, Meier; Delémont, Guggenheim; Vouardoux, Pezzullo; Fust, Canonica, Knak; Hofer, Allenspach, Biasca; Bottini, Schläpfer, Marchand; Jobin, Derungs, Dähler.

Bemerkungen: Schweiz ohne Salzgeber (verletzt).

Resultate/Rangliste:

U20-WM in Edmonton. Samstag: Deutschland - Kanada 2:16 (1:4, 0:7, 1:5). - Sonntag: Finnland - Schweiz 4:1 (1:1, 1:0, 2:0). - Rangliste: 1. Finnland 2/6 (9:4). 2. Kanada 1/3 (16:2). 3. Slowakei 1/3 (1:0). 4. Schweiz 2/0 (1:5). 5. Deutschland 2/0 (5:21).

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. Dezember 2020 23:05
aktualisiert: 28. Dezember 2020 07:42