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Saisonabbruch

HC Davos – «Das Fan-Herz blutet»

Linda Aeschlimann, 13. März 2020, 05:58 Uhr
Das Horrorszenario für alle Eishockeyfans ist eingetroffen: «Shutdown». Die Eishockeymeisterschaft ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Sie ist abgebrochen. Für alle Eishockeyfans eine traurige Sache – doppelt für die Fans des HC Davos.
Der Saisonabbruch trifft den HC Davos besonders hart.
© Keystone

«Es ist ein schwarzer Tag für den Schweizer Eishockey», sagt heute Liga-Chef Denis Vaucher, nach der Bekanntgabe des Saisonabbruchs.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: sda

Gleich tönt es in den Fankreisen. Man habe sich in den letzten zwei Wochen schon ein wenig an das «eishockeylose Leben» gewöhnen können. Doch der Saisonabbruch sei jetzt schon eine Hiobsbotschaft, auch wenn diese erwartet wurde, sagt Roman Flury, Präsident des HCD-Fan-Club Davos. «Das Fan-Herz blutet natürlich. Aber wenn man die gesamte Situation betrachtet, ist dies vermutlich die vernünftigste Lösung.»

Die Ostkurve verstummt

Traurig ist der Saisonabbruch für tausende Hockey-Fans in der Schweiz. Besonders leiden aber die Davoser. «Es ist doppelt, wenn nicht sogar dreifach schlimm», sagt Flury. Zum Saisonabbruch dazu kommt das Thema Ostkurve, die jahrelange Heimstätte der eingefleischten HCD-Fans. «Diese wird abgebaut. Wir können uns gar nicht richtig von der Ostkurve verabschieden.» Dazu komme, dass sich die HCD-Fans besonders auf die Playoffs gefreut hätten, da der Klub im letzten Jahr in den Play-Outs war.

Fans zeigen Verständnis für Entscheid

Der Whatsapp-Chat des HCD-Fan-Clubs sei am Donnerstagvormittag heissgelaufen. «Es ist schon ein Schock. Aber wie gesagt, der Abbruch kommt jetzt nicht ganz überraschend», sagt Roman Flury. Nicht nur er, auch die anderen Fans hätten Verständnis für den Entscheid der Liga.

Dass Ambri und Lugano nicht mehr trainieren können, war das erste Zeichen, dass etwas wirklich nicht mehr gut ist. Und zweitens leben, laut Flury, die Playoffs von der Stimmung der Fans. Diesen bleibe jetzt nur etwas übrig: «Man muss sich wohl oder übel mit etwas anderem als Eishockey beschäftigen.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 13. März 2020 05:58
aktualisiert: 13. März 2020 05:58