National League

Leader Zug gerät gegen Biel aus dem Tritt

10. Februar 2021, 06:03 Uhr
Bedröppelte Gesichter beim EV Zug: Die Zentralschweizer verspielen gegen Biel einen deutlichen Vorsprung und sind nach dem Spiel sichtlich bedient.
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Zwar führt der EV Zug die Tabelle in der National League nun mit einem Vorsprung von neun Punkten auf die spielfreien ZSC Lions, dennoch war es ein ärgerlicher Abend für die Zentralschweizer.

Der EV Zug scheint nicht lernfähig zu sein. Nachdem die Zentralschweizer im vorangegangenen Heimspiel gegen die ZSC Lions eine 6:2-Führung preisgegeben und 6:7 nach Verlängerung verloren hatten, genügte dem Leader gegen Biel ein 4:0 nicht zum Sieg. Der EVZ kassierte zwischen der 50. und 57. Minute drei Gegentore und verlor im Penaltyschiessen. In diesem traf einzig der Bieler Toni Rajala, der in der regulären Spielzeit das 2:4 (50.) erzielt hatte.

Zunächst hatten sich die Zuger äusserst effizient präsentiert. Das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel lautete 15:8 zu Gunsten der Seeländer, dennoch führte der EVZ 2:0. Das 1:0 (6.) erzielte Gregory Hofmann aus spitzem Winkel, in der 22. Minute doppelte der Zuger PostFinance-Topskorer mit einem weiteren haltbaren Schuss zum 3:0 nach. Daraufhin wurde der Bieler Goalie Joren van Pottelberghe durch Elien Paupe ersetzt. Dieser liess sich nur noch von Yannick Zehnder (27.) bezwingen.

Die Gäste taten mehr fürs Spiel, was das Schussverhältnis von 48:27 unterstreicht. Insofern war der erste Sieg gegen Zug nach vier Niederlagen nicht unverdient. Dass die Partie nicht nach 60 Minuten zu Ende war, entbehrte nicht einer gewissen Logik. Von den letzten neun Duellen dieser beiden Teams wurden nun sechs erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen entschieden. Die Zuger erlitten die dritte Niederlage in den letzten vier Partien.

Das drittklassierte Fribourg schloss dank eines 4:1-Heimsieges gegen den Tabellenletzten Bern punktemässig zu den Lions auf. Nach 17 Minuten führte Gottéron 3:0. Das 3:0 und 4:1 (58.) erzielte jeweils Chris DiDomenico.

Lugano bleibt das Team der Stunde. Die Bianconeri setzten sich bei den SCL Tigers 2:1 durch und kamen zum siebenten Sieg in Folge. In der vergangenen Saison hatten die Bianconeri noch sämtliche vier Partien gegen die Emmentaler verloren, in der laufenden Meisterschaft entschieden sie nun auch das dritte Duell zu ihren Gunsten.

Das frühe 0:1 durch Dario Bürgler (5.) glichen die Langnauer in der 26. Minute noch aus - der formstarke Flavio Schmutz war zum dritten Mal in den letzten vier Partien erfolgreich. Auf das 1:2 von Mikkel Bödker, der im Spiel zuvor zweimal erfolgreich gewesen war, hatten die Tigers dann allerdings keine Antwort mehr. Der Tabellenvorletzte erlitt die fünfte Heimniederlage in Folge.

Davos korrigiert Fehlstart

Der HC Davos wendete in Genf gegen Servette im Mitteldrittel ein 0:2 in ein 4:2. Am Ende siegten die ersatzgeschwächten Bündner 5:4. Vor der Partie in Genf hatte wenig für den HC Davos gesprochen. Die Bündner hatten nicht nur die ersten zwei Saisonduelle gegen Servette 2:5 verloren, sie traten auch nur mit 16 Feldspielern an – unter anderen fehlten krankheitshalber die beiden besten Skorer, Andres Ambühl und Enzo Corvi.

Den schlechten Vorzeichen zum Trotz wendeten die Gäste im Mitteldrittel ein 0:2 (18.) in ein 4:2 (38.) und siegten 5:4. Es war das vierte Mal, dass der HCD in dieser Saison nach einem Zweitore-Rückstand siegte.

Matchwinner der Davoser war Marc Wieser, der nicht nur innert 100 Sekunden das 1:2 (30.) und 2:2 (31.) erzielte, sondern auch für das letztendlich entscheidende 5:3 (56.) verantwortlich zeichnete. Das 3:2 (36.) und 4:2 (38.) erzielten David Ullström respektive Lukas Stoop innert 126 Sekunden. Letzterer schoss seinen ersten Treffer in der laufenden Meisterschaft. Es war für den HCD der achte Erfolg in den letzten zehn Partien.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. Februar 2021 22:55
aktualisiert: 10. Februar 2021 06:03