Fribourg - Lugano 1:3

Lugano zwingt Glück wieder einmal auf seine Seite

4. Dezember 2019, 05:45 Uhr
Luganos Torhüter Sandro Zurkirchen muss einen Schuss des Freiburger Stürmers Andrej Bykow (rechts) abwehren
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Das krisengeplagte Lugano gewinnt beim formstarken Fribourg-Gottéron dank zwei Toren im Mitteldrittel und dem 3:1 ins leere Tor sowie einem starken Goalie Sandro Zurkirchen.

Lugano gewann dank einem kämpferischen Auftritt erstmals seit eineinhalb Monaten wieder einmal auswärts - und erst zum zweiten Mal überhaupt in den letzten elf Spielen. Im letzten Drittel überstanden sie den Ansturm der insgesamt enttäuschenden Freiburger auch dank dem starken Goalie Sandro Zurkirchen (31 Paraden). So blieb es beim Anschlusstreffer von Ryan Gunderson in der 44. Minute.

Bis zum Gottéron-Schlussfurioso war den beiden Mannschaften der so unterschiedliche Formstand - Fribourg mit acht Siegen aus den letzten zehn Spielen, Lugano nur einem - in keiner Phase anzumerken. Es waren im Gegenteil die Tessiner, das in jedem Drittel engagierter und druckvoller aus der Garderobe kamen. Im ersten Abschnitt agierten allerdings beide Teams sehr vorsichtig und auf die Vermeidung von Fehlern bedacht.

Es brauchte Strafen, um etwas Leben ins Stadion zu bringen. Ironischerweise erzielte Lugano den Führungstreffer ausgerechnet in der stärksten Phase des Heimteams, als Jani Lajunen ein Powerplay in letzter Sekunde nützen konnte. 38 Sekunden vor dem Ende des letzten Drittels wähnten sich die Freiburger bereits in der Pause, so dass Alessandro Chiesa in aller Ruhe auf 2:0 erhöhen konnte.

Zurkirchen: Die kleinen Dinge richtig gemacht

Goalie Sandro Zurkirchen, einer der Matchwinner, sprach nach der Partie, dass sie "viel investieren" und "hart 'chrampfen'" mussten für die drei Punkte. "Im letzten Drittel haben wir uns etwas zu stark hinten reindrängen lassen", stellte der 29-jährige Schwyzer fest. Es sei ja auch logisch, dass man nach neun Niederlagen in zehn Spielen etwas verunsichert sei. "In den ersten 40 Minuten haben wir aber einen sehr guten Match gezeigt."

Der Hauptunterschied zu den letzten Spielen: "Wir haben die kleinen Sachen besser gemacht, haben einfach aus dem eigenen Drittel heraus gespielt und die Mitspieler gut unterstützt." In den anderen Spielen hätten sie oft zu kompliziert gespielt. Die eigene Leistung mochte der Lugano-Goalie nicht überbewerten. "Im ersten Drittel haben wir das Spiel gut kontrolliert, da hatte ich nicht viel zu tun. Danach konnte ich Ruhe ausstrahlen und der Mannschaft Sicherheit geben."

Zurkirchen kennt auch das Erfolgsrezept, um nicht wieder in eine Negativspirale zu geraten. "Wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren und wieder schön spielen wollen. Wir müssen clever und einfach spielen. Und das Spiel für Spiel." Diese Woche spielen die Bianconeri, die bei zwei Spielen mehr noch einen Punkt hinter Fribourg den 9. Rang belegen, noch auswärts in Langnau und zuhause gegen die ZSC Lions.

Telegramm und Rangliste

Fribourg-Gottéron - Lugano 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

5701 Zuschauer.- SR Tscherrig/Fluri, Kaderli/Steenstra (CAN). - Tore: 34. Lajunen (Suri, Loeffel/Ausschluss Bykow) 0:1. 40. (39:22) Chiesa (Chorney) 0:2. 44. Gunderson (Desharnais) 1:2. 60. (59:38) Chorney 1:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg, 3mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Stalberg; Klasen.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Chavaillaz; Abplanalp, Marti; Gähler; Sprunger, Bykow, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Lhotak; Schmid, Schmutz, Marchon; Tristan Vauclair.

Lugano: Zurkirchen; Postma, Chorney; Chiesa, Riva; Loeffel, Julien Vauclair; Bürgler, Lajunen, Klasen; Fazzini, Sannitz, Bertaggia; Lammer, Romanenghi, Suri; Zangger, Haussener, Jörg; Walker.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Forrer und Furrer, Lugano ohne Morini und Wellinger (alle verletzt). Pfostenschuss Chorney (43.). Timeout Fribourg (59.), von 58:19 bis 59:38 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. ZSC Lions 25/49 (85:57). 2. Biel 26/46 (69:62). 3. Davos 22/45 (78:65). 4. Genève-Servette 26/43 (73:66). 5. Lausanne 25/41 (73:67). 6. Zug 23/40 (77:67). 7. SCL Tigers 24/33 (61:70). 8. Fribourg-Gottéron 24/32 (57:62). 9. Lugano 26/31 (64:74). 10. Bern 25/29 (66:82). 11. Rapperswil-Jona Lakers 25/28 (65:82). 12. Ambri-Piotta 25/27 (58:72).

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. Dezember 2019 23:10
aktualisiert: 4. Dezember 2019 05:45