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Langlauf

Nadine Fähndrich muss leichten Dämpfer hinnehmen

9. Januar 2021, 16:52 Uhr
Nadine Fähndrich muss beim Sprint im Val di Fiemme einen leichten Dämpfer hinnehmen. Die Weltcupsiegerin von Dresden scheidet in der vorletzten Etappe der Tour de Ski in den Halbfinals aus.
Nadine Fähndrich lief es diesmal nicht nach Wunsch. (Archivaufnahme).
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Beim Auftakt des Etappenrennens im Val Müstair hatte Nadine Fähndrich der Sturz nach einem Zweikampf mit der Slowenin Anamarija Lampic den Podestplatz gekostet. Diesmal machte der Luzernerin der Parcours, der in klassischer Technik bewältigt wurde, einen Strich durch die Rechnung. In der langen Abfahrt zum Ziel ohne Kurve sind vor allem zwei Sachen gefragt: Gutes Material und Windschatten, damit man im entscheidenden Moment ausscheren und den Schwung für die letzten Meter mitnehmen kann. Im Halbfinal klappten diese beiden Komponenten nicht wunschgemäss. Allerdings hatte Fähndrich bereits in Qualifikation mit Platz 14 keinen bestechenden Eindruck hinterlassen. In der Endabrechnung resultierten der 11. Rang und 24 Bonussekunden für das Overall-Klassement, das die Frau aus Eigenthal ebenfalls auf Platz 11 auflistet.

Für Laurien Van der Graaff, der Neuntbesten des Cut-Rennens, bedeuteten die Viertelfinals Endstation. In der Abfahrt zum Ziel geriet die Davoserin in eine schlechte Postion und vermochte auf der Zielgerade nicht mehr zu kontern.

Mit der Schwedin Linn Svahn setzte sich die derzeit beste Sprinterin durch. Im Gesamtklassement führt vor dem finalen Anstieg zur Alpe Cermis weiterhin die Amerikanerin Jessie Diggins mit knapp einer Minute Vorsprung auf die Russin Julia Stupak. Spannend wird der Kampf um Platz 3 werden. Sechs Läuferinnen kommen hierfür noch in Frage. Nadine Fähndrichs Rückstand auf den 10. Rang beträgt nur eine Sekunde. Sie gilt allerdings nicht als exzellente Kletterin. Ein Vorstoss in die Top Ten käme einem Exploit gleich.

Cologna entscheidet am Sonntagmorgen

Dario Cologna musste auf die Viertelfinals verzichten, für die er als 17. der Qualifikation zugelassen gewesen wäre. Somit entgingen dem Bündner ein paar zusätzliche Bonussekunden. Die tiefen Temperaturen der letzten Tage haben Colognas Lunge strapaziert. «Ich bestreite den Viertelfinal-Heat nicht, weil es wegen der Lunge nicht möglich ist», betonte der Bündner. «Leider liess die Gesundheit nach einem guten Prolog keinen Start mehr zu. Ich versuche mich so gut es geht zu erholen und werde am Sonntag entscheiden, ob ich bei der Schlussetappe antrete», fügte er an. Er wollte seinen Verzicht nicht als Schonung mit Blick auf den Anstieg zur Alpe Cermis verstanden wissen.

Überraschend tauchte Candide Pralong im Halbfinal auf. In seinem Heat bummelten allesamt, da keiner als Erster in die Abfahrt einbiegen wollte. Der Walliser fasste sich ein Herz und gab als erster Gas. Einige seiner Verfolger kamen sich in die Quere und stürzten.

Als Sieger liess sich der Schwede Oskar Svensson feiern. Er hielt überraschend die Russen in Schach, obwohl er als Erster in die Abfahrt gestochen war. Alexander Bolschunow führt das Tour-Klassement überlegen an. In den Kampf um die restlichen Podestplätze sind drei weitere Russen sowie der Franzose Maurice Manificat involviert. Cologna belegt den 7. Zwischenrang. In seiner Region befinden sich die Läufer der Positionen 6 bis 13.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. Januar 2021 16:20
aktualisiert: 9. Januar 2021 16:52