Ski alpin

Odermatt: «Einer der schwärzesten Tage in meiner Karriere»

19. Februar 2021, 16:56 Uhr
Medaillen-Traum von Cortina geplatzt: Marco Odermatt rutscht im Riesenslalom weg.
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Marco Odermatt bezahlt an seiner ersten WM mit höheren Ambitionen Lehrgeld. Nach dem Aus im Riesenslalom macht der Nidwaldner aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.

Marco Odermatt, wie gross ist die Enttäuschung nach dem Ausfall im WM-Riesenslalom?

Die Enttäuschung ist sehr, sehr gross, definitiv. Es ist einer der schwärzesten Tage in meiner Karriere. Mir lief es nicht nach Wunsch und auch dem Team nicht. Auch Loïc Meillard wäre zu mehr fähig gewesen. Es war ein komischer Tag. Wir waren eigentlich richtig gut drauf. Im Training funktionierte es immer bestens, wie auch in den bisherigen Riesenslaloms des Winters. Wir hätten alle eine Medaille gewinnen können. Dass es bei mir nicht aufgegangen ist, ist sehr schade. Ich muss dieses Rennen so schnell wie möglich vergessen und den Fokus sofort auf den Weltcup richten. Dort sind wir gut unterwegs und stehen noch viele Rennen an.

Was lief schief?

Es passte schon im oberen Teil nicht super. Ich war überrascht – vom Hang und wie der Kurs gedreht hat. Ich kam nie richtig ins Fahren, war immer ein bisschen spät dran, und irgendwann ging es nicht mehr auf.

Hatte das Team zu viel Druck?

Das glaube ich nicht. Wir sind stark, das wissen wir und haben wir auch schon gezeigt in dieser Saison. Woran es genau lag, weiss ich im Moment nicht. Das müssen wir anschauen.

Was nehmen Sie mit von der WM in Cortina?

Vieles. In erster Linie ein paar Enttäuschungen und ein gutes Rennen mit dem 4. Platz in der Abfahrt. Das Rennen, in dem ich die kleinsten Chancen hatte, war mein bestes. Die Aussicht, dass ich noch viele Weltmeisterschaften vor mir habe, ist im Moment ein schwacher Trost.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Februar 2021 16:55
aktualisiert: 19. Februar 2021 16:56