National League

SC Bern verliert auch im Berner Derby

31. Januar 2021, 18:35 Uhr
Sinnbildlich: Bern am Boden und Biel obenauf.
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Der SC Bern zeigt bei der 5:6-Niederlage nach Verlängerung in Biel grosse Moral - und steht am Ende doch wieder als Verlierer da.

Der Neustart nach der dritten Quarantäne in dieser Saison gestaltet sich für den SC Bern gleich schwierig wie die Situation schon davor war. Doch die letztplatzierten Berner finden immer wieder einen neuen Weg in die Niederlage. Gerieten sie in Lugano und gegen Fribourg-Gottéron auf Anhieb ins Hintertreffen, starteten sie in Biel perfekt in die Partie.

Das 1:0 durch Captain Simon Moser mit seinem erst dritten Saisontor nach 48 Sekunden war aber nur ein Strohfeuer, das gerade mal bis in die 25. Minute brannte. Danach wendeten die Bieler durch Treffer von Damien Brunner (2), Jason Fuchs, Luca Hischier und Samuel Kreis das Blatt.

Die Schlussphase verlief dann ähnlich wie am Mittwoch gegen Fribourg. Innerhalb von 92 Sekunden verkürzen die Berner von 1:5 auf 4:5 - und sieben Sekunden vor Schluss ist es Vincent Praplan, der noch den Ausgleich schafft. Dumm nur: In der Verlängerung ist es in der 3. Minute Luca Cunti, der Biel doch noch zum Sieg schiesst.

Ein gewonnener Punkt für die Moral oder doch wieder eine Niederlage mehr? Das werden die Berner in den nächsten Wochen zeigen müssen. War zu Beginn der Saison die fehlende Torproduktion das Problem, sind es nun plötzlich die vielen Gegentore. Der Wechsel vom jungen Goalie Philip Wüthrich zum Finnen Tomi Karhunen brachte auch keine Wende.

Vorerst sind die Zahlen für den SCB ernüchternd: Seit dem Trainerwechsel von Don Nachbaur zu Mario Kogler hat der noch immer amtierende Meister gerade mal zwei von neun Partien gewonnen.

Telegramm und Tabelle:

Biel - Bern 6:5 (0:1, 4:0, 1:4, 1:0) n.V.

0 Zuschauer. - SR Hebeisen/Nikolic, Obwegeser/Steenstra (CAN). - Tore: 1. (0:48) Simon Moser (Scherwey) 0:1. 25. Brunner (Lindbohm) 1:1. 27. Jason Fuchs (Cunti, Brunner/Powerplaytor) 2:1. 38. (37:38) Hischier (Kreis, Janis Jérôme Moser) 3:1. 39. (38:28) Brunner (Forster) 4:1. 50. Kreis (Rajala, Pouliot) 5:1. 53. (52:09) Simon Moser (Brithén) 5:2. 54. (53:24) Untersander 5:3. 54. (53:41) Olofsson (Jeffrey) 5:4. 60. (59:53) Praplan (Jeffrey, Andersson) 5:5 (ohne Torhüter). 63. Cunti (Brunner, Kreis) 6:5. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 2mal 2 plus 10 Minuten (Berger) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Cunti; Jeffrey.

Biel: van Pottelberghe; Kreis, Janis Jérôme Moser; Forster, Rathgeb; Lindbohm, Fey; Kessler, Sartori; Hügli, Pouliot, Rajala; Hischier, Komarek, Jason Fuchs; Brunner, Cunti, Künzle; Kohler, Gustafsson, Tanner.

Bern: Karhunen; Untersander, Henauer; Burren, Beat Gerber; Andersson, Blum; Thiry, Colin Gerber; Olofsson, Brithén, Jeffrey; Scherwey, Praplan, Simon Moser; Bader, Heim, Pestoni; Berger, Neuenschwander, Jeremi Gerber.

Bemerkungen: Biel ohne Hofer und Ulmer (beide verletzt), Bern ohne Ruefenacht und Sciaroni (beide verletzt). Bern von 57:36 bis 58:35 und 58:55 bis 59:53 ohne Torhüter.

Die weiteren Resultate vom Sonntag: Fribourg-Gottéron - Davos 7:6 (2:0, 3:2, 2:4). ZSC Lions - SCL Tigers 1:3 (0:0, 1:0, 0:3). Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 5:2 (4:2, 1:0, 0:0).

Rangliste: 1. Zug 30/69 (106:69). 2. ZSC Lions 31/58 (103:80). 3. Fribourg-Gottéron 32/58 (101:101). 4. Lausanne 25/48 (82:55). 5. Lugano 30/47 (83:80). 6. Biel 31/47 (92:87). 7. Davos 32/47 (115:109). 8. Genève-Servette 26/44 (84:63). 9. Ambri-Piotta 32/33 (64:94). 10. Rapperswil-Jona Lakers 33/33 (83:107). 11. SCL Tigers 30/27 (60:109). 12. Bern 22/20 (50:69).

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Januar 2021 18:35
aktualisiert: 31. Januar 2021 18:35