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Schock-Diagnose für Podladtchikov

Krisztina Scherrer, 18. Dezember 2018, 12:08 Uhr
Vor drei Wochen wurde beim Snowboarder Iouri Podladtchikov Magenkrebs diagnostiziert. Diese Diagnose erwies sich später jedoch als falsch und doch gibt sie dem Olympiasieger zu denken.

Eigentlich hätte Iouri Podladtchikov (30) vor drei Wochen zum Saisonstart der Halfpipe-Snowboarder in die USA reisen sollen. Doch wegen starker Bauchschmerzen liess er sich in Zürich von Ärzten untersuchen. Die Diagnose: Magentumor.

«Habe so getan, als wäre nichts gewesen»

Podladtchikov vereinbarte einen Operationstermin, wie die «NZZ» berichtet. Erscheinen musste er dort zum Glück nicht. Die Ärzte gaben Entwarnung, es sei eine Fehleinschätzung beim ersten Befund gewesen – es sei «nur» ein Magengeschwür. «Ich habe eine komische Zeit durchlebt in den letzten Wochen. Sie brachte mich zum Nachdenken. Und mein Fazit ist: Ich habe es dieses Jahr damit übertrieben, so zu tun, als wäre nichts gewesen», sagt er.

«Zeit für sich selber ist wichtig»

Letztes Jahr erlitt Podladtchikov einen Kreuzbandriss, zwölf Wochen nach der Operation stand er schon wieder in der Halfpipe. Kurz vor den Olympischen Spielen erlitt er nach einem heftigen Sturz ein Schädel-Hirn-Trauma und Hirnblutungen. Er reiste trotzdem nach Pyoengchang, ging aber nicht an den Start. Der Snowboarder hat daraus gelernt und sagt gegenüber der «NZZ»: «Ich habe viel aus meiner Verletzung gelernt, was eigentlich gut ist. Aber es ist eigentlich auch wichtig, dass man sich Zeit für sich selber nimmt.»

Krisztina Scherrer
Quelle: red.
veröffentlicht: 18. Dezember 2018 12:07
aktualisiert: 18. Dezember 2018 12:08