Schwedischer Weltmeister-Trainer kommt zum ZSC

9. Mai 2019, 14:03 Uhr
Rikard Grönborg wechselt vom schwedischen Nationalteam zu den ZSC Lions
Rikard Grönborg wechselt vom schwedischen Nationalteam zu den ZSC Lions
© KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV
Der Nachfolger von Arno Del Curto als Trainer ZSC Lions ist der schwedische Weltmeister-Trainer Rikard Grönborg. Er erhält einen Zweijahresvertrag.

Seit bekannt war, dass Arno Del Curto nach dem wenig erfolgreichen Intermezzo und dem Verpassen der Playoffs bei den ZSC Lions nicht weiterbeschäftigt wird, stellte sich die Schweizer Eishockey-Szene die Frage. Für welche Philosophie entscheiden sich die Zürcher? Holen sie einen früheren (kanadischen) Meistertrainer zurück? Verpflichten sie einen Einheimischen? Versuchen sie es nach dem gescheiterten Duo Wallson/Johansson nochmals mit einem Trainer aus Schweden?

Nun haben sie sich irgendwie für einen (ausländischen) Zwischenweg entschieden. Rikard Grönborg ist zwar schwedischer Nationaltrainer, verkörpert aber nicht unbedingt die typische skandinavische Schule. «Er ist ein nordamerikanisch geprägter Coach mit klaren Ideen, starker Ausstrahlung und sehr guten kommunikativen Fähigkeiten», sagte ZSC-Sportchef Sven Leuenberger über seinen neuen Trainer.

Tatsächlich ist Grönborg schwedisch-amerikanischer Doppelbürger. Er hat 20 Jahre lang in den USA gelebt und war in Nordamerika Klubtrainer auf College- und Juniorenstufe. Seit 2006 ist Grönborg beim schwedischen Verband auf verschiedenen Stufen tätig. Seit etwas mehr als drei Jahren ist er Trainer der A-Nationalmannschaft. Vor seinem Wechsel nach Zürich betreut er den Titelverteidiger auch an der WM ab Freitag in der Slowakei.

Sein Palmares als Auswahltrainer ist durchaus eindrücklich: Mit der U20-Nationalmannschaft wurde er einmal Weltmeister und stand er vier weitere Male im Final. Mit der U18-Auswahl gewann er zweimal WM-Silber. Und natürlich, er ist zweifacher Weltmeister auf der höchsten Stufe: 2017 nach einem Sieg im Final gegen Kanada und im letzten Jahr nach dem Erfolg im Penaltyschiessen gegen die Schweiz.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 9. Mai 2019 13:36
aktualisiert: 9. Mai 2019 14:03