Skispringen

Schweizer Skiflieger müssen in Quarantäne

12. Dezember 2020, 11:06 Uhr
Ronny Hornschuh, der Trainer der Schweizer Skispringer, wurde positiv auf das Coronavirus getestet
© KEYSTONE/EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS
Die Skiflug-Weltmeisterschaften vom kommenden Wochenende in Planica finden ohne Schweizer Beteiligung statt.

Der Trainer Ronny Hornschuh wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Aus diesem Grund mussten die für die Titelkämpfe nominierten Gregor Deschwanden und Dominik Peter unverrichteter Dinge abreisen und sich in Quarantäne begeben. Für die Qualifikation vom Donnerstag erhielten die beiden kein Startrecht.

Der Deutsche Hornschuh lieferte den positiven Test am Donnerstagmorgen ab. Die Tests bei allen anderen Team-Mitgliedern fielen negativ aus. Gleichwohl wurde die gesamte Skisprung-Mannschaft von Swiss-Ski kurz vor Beginn der Qualifikation von den slowenischen Behörden vorsorglich vom Wettkampf abgezogen. Der ausser Form geratene Simon Ammann war erst gar nicht angereist.

Was der positive Test von Hornschuh auch mit Blick für den Heimweltcup in einer Woche in Engelberg bedeutet, ist noch nicht klar.

Kraft erneut im Pech

Das Coronavirus nahm in den ersten drei Wochen der laufenden Saison schon kräftig Einfluss. Insbesondere die Österreicher traf es praktisch flächendeckend. Besonderes Pech bekundete der von seiner Covid-19-Infektion wiedergenesene Weltrekordhalter Stefan Kraft. Er hatte am Donnerstag bei seiner Rückkehr auf die Schanze im ersten Trainingssprung noch mit einem Satz auf 239 m brilliert. Nun muss er aber wegen Rückenschmerzen Forfait geben.

In die Favoritenrolle schlüpfte der Deutsche Markus Eisenbichler. Der Weltmeister 2019 von der Grossschanze gewann die Qualifikation klar. Der Skiflug-Weltmeister wird am Freitag und Samstag in vier Wertungssprüngen ermittelt. Am Sonntag folgt der Team-Wettkampf.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Dezember 2020 11:07
aktualisiert: 12. Dezember 2020 11:06