Skicross

Smith und Regez überzeugen, Gantenbein überrascht

16. Dezember 2020, 21:30 Uhr
Fanny Smith vorne weg: Der Waadtländer Skicrosserin glückte in Arosa der Auftakt in die Weltcup-Saison
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die Schweizer Skicrosser zeigen sich in Arosa auch am zweiten Renntag in Form. Fanny Smith gewinnt, Talina Gantenbein (3.) überrascht und Ryan Regez (2.) glückt die Revanche.

Als Fanny Smith die Ziellinie im Final souverän als Siegerin überquert hatte, blickte sie umgehend über ihre Schulter. Der Blick der nun 24-fachen Weltcup-Siegerin galt Landsfrau Talina Gantenbein, die sich im Schatten der Waadtländerin als Dritte den ersten Weltcup-Podestplatz sicherte. Smith fing Gantenbein im Zielraum ab, gemeinsam feierten sie Gantenbeins Exploit und das erste Schweizer Doppel-Podium bei den Frauen seit Februar 2019.

Die 22-jährige Bündnerin hatte im Weltcup zuvor zwei Mal einen 11. Rang erreicht, entsprechend sprach sie im Zielraum von einem «mehr als perfekten Rennen». Smith, die das Pensum am Dienstag noch als Zweite beendet hatte, erläuterte derweil das Schweizer Erfolgsrezept: «Das war ein Swiss Sandwich.» Gantenbein und Smith waren schon im Halbfinal im selben Lauf unterwegs, konnten sich auf den Plätze 1 und 2 halten und gemeinsam in den Final einziehen. Dort drückte sich in Person der Kanadierin Marielle Thompson nur die Olympiasiegerin von Sotschi in das Schweizer Sandwich.

Bei den Männern fuhr sich der 27-Jährige Ryan Regez den Frust des Vortages aus der Seele. Einzig dem Schweden Viktor Andersson musste sich der Berner Oberländer geschlagen geben, nachdem er am Dienstag überraschend in den Sechzehntelfinals gescheitert war. «Ich wollte zuviel gestern. Heute ging ich sehr entspannt an das Ganze ran», erklärte Regez die eindrückliche Leistungssteigerung.

Trotz der hochkarätigen Konkurrenz im Finallauf, sowohl Andersson wie auch der Kanadier Kevin Drury (3.) haben in Arosa bereits triumphiert, liess sich Regez nicht aus der Ruhe bringen. Vortagessieger David Mobaerg, der ebenfalls im Final stand, blieb der unliebsame 4. Rang. Während mit Joos Berry und Alex Fiva die beiden Schweizer Podestfahrer vom Dienstag in den Viertelfinals hängen blieben, wusste mit Tobias Baur ein Schweizer Neuzuzug als Sechster ebenfalls zu überzeugen. Der 23-Jährige Baur war bis in der letzten Saison für Deutschland unterwegs, in seinem zweiten Einsatz für die Schweiz fuhr er zu seinem Weltcup-Bestresultat und liess auch alle ehemaligen Teamkollegen hinter sich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Dezember 2020 21:20
aktualisiert: 16. Dezember 2020 21:30