Tim Bozon stösst Lions aus den Playoffs

5. März 2019, 06:09 Uhr
Die totale Freude bei Genf-Servette nach dem so wichtigen Tor des hochspringenden Tim Bozon
Die totale Freude bei Genf-Servette nach dem so wichtigen Tor des hochspringenden Tim Bozon
© KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
Der Genève-Servette Hockey Club schafft im letzten Moment die Playoff-Qualifikation. Die Genfer gewinnen die «Belle» gegen die ZSC Lions um den verbleibenden Platz in den Playoffs 3:2.

Die ZSC Lions verpassen als erst zweiter amtierender Schweizer Meister in der darauffolgenden Saison die Playoffs. Auf den Tag genau vor fünf Jahren (am 4. März 2014) wurde der Schlittschuhclub Bern, der Meister von 2013, in der letzten Qualifikationsrunde von den ZSC Lions aus den Playoffs bugsiert. Diesmal erwischte es die Zürcher - trotz des Trainerwechsels von Serge Aubin zu Arno Del Curto im Januar.

Die ZSC Lions belegten ab dem 6. Januar nach jeder Runde einen Playoff-Platz. Am 27. Januar stiessen sie sogar bis auf Platz 4 vor. In der allerletzten Runde lief für die Zürcher aber zu vieles schief. Tim Bozon brachte in der 43. Minute die Servettiens zum zweiten Mal in Führung. Die ZSC Lions reagierten, erspielten sich auch noch viele Chancen, schafften den Ausgleich aber nicht mehr.

Roman Wick boten sich noch zwei gute Möglichkeiten, eine in der 58. Minute sogar in Unterzahl. Raphael Prassl traf nach 49 Minuten bloss den Pfosten. Zwei Minuten vor Schluss bot sich den ZSC Lions noch eine Powerplay-Chance. Mit 6 (ohne Torhüter) gegen 4 Feldspieler suchten sie den Ausgleich. Und weil die Zürcher nicht reüssierten, schlich sich irgendwann noch ein siebenter Zürcher aufs Eis. 32 Sekunden vor Schluss bemerkten das die Referees, womit die letzte Hoffnung schwand.

Die ZSC Lions bemühten sich gewiss um den Punkt, der für die Playoffs gereicht hätte. Aber es schlichen sich eben auch Unzulänglichkeiten ein. Dreimal brachten sich die Lions mit eigenen Strafen um Powerplay-Zeit. Nach der frühen Führung (durch Roman Cervenka) verpasste Jérôme Bachofner das 2:0. Bei den drei Gegentoren verteidigten die Zürcher einmal mehr in dieser Saison zu wenig konsequent.

Die Genfer Goals erzielten Arnaud Jacquemet (1:1), Johan Fransson (2:1) und Bozon (3:2). Mit Bozon reüssierte ein Akteur aus der nominellen vierten Genfer Sturmlinie, in der neben Bozon auch John Fritsche neben Eliot Berthon stürmten. In den letzten vier Partien hatte aus dieser Angriffsformation stets Fritsche mindestens ein Tor erzielt.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. März 2019 22:37
aktualisiert: 5. März 2019 06:09