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Biathlon

Weger, Aita Gasparin und Häcki holen Weltcuppunkte

28. November 2020, 16:26 Uhr
Das Schweizer Biathlon-Team liefert zum Weltcup-Auftakt in Kontiolahti keine Top-Resultate, aber doch ermutigende Leistungen. Zumindest im Schiessstand klappt es.
Benjamin Weger blickt auf ein Sommertraining zurück, bei dem er erst nach und nach in Form kam.
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Bei den Männern ergatterte sich einzig der Teamleader Benjamin Weger im Einzel über 20 km mit Platz 33 ein paar Weltcuppunkte. Mit zwei Strafminuten für die 20 Schuss setzte der Walliser seine Devise «Treffer vor Zeit» um. In der Loipe büsste der Routinier aber deutlich mehr ein als in früheren Jahren. 1:45 Minuten Rückstand auf den Top-Ten-Platz der reinen Laufzeit sind zuviel. Weger stieg nach einer mehrmonatigen Auszeit mit einem Defizit ins Sommertraining. Er brauchte mehrere Monate, um intern wieder zur Nummer 1 aufzusteigen. Eine weitere Steigerung darf deshalb erwartet werden.

Ermutigend war der Auftritt des Weltcup-Debütanten Niklas Hartweg. Der 20-Jährige hielt dem Druck stand und leistete sich nur einen Fehlschuss. Als 54. war der 22-Jährige sogar noch vor Sebastian Stalder (60./2 Strafminuten) klassiert. Die beiden müssen in der Loipe noch einiges zulegen, um für Top-Resultate in Frage zu kommen. Jeremy Finello (44.) vergab ein ordentliches Resultat mit vier Strafminuten.

Aita Gasparin, die beste Schützin im Team der Frauen, schaffte auch das beste Resultat. Im Einzel über 15 km belegte die Bündnerin den 34. Rang. Gleichwohl wird sie mit ihrer Leistung nicht zufrieden sein. In der schiesslastigen Disziplin Einzel, in der ein Fehlschuss nicht mit einer Strafrunde sondern mit einer Strafminute kompensiert wird, setzte die jüngste der Gasparin gleichwohl zwei Kugeln neben das Ziel. Und dies bei perfekten Bedingungen.

Lena Häcki kam nach drei Fehlern nicht über Platz 40 hinaus, Selina Gasparin trat wegen einer leichten Erkältung nicht an.

Der norwegische Überraschungssieger Sturla Holm Laegreid kam ohne Fehler durch und schnappte so seinem Landsmann und Overall-Favoriten Johannes Thingnes Bö den Sieg weg. Bei den Frauen hingegen setzte sich die Siegerin der vergangenen zwei Winter im Gesamtwelt durch. Die Italienerin Dorothea Wierer räumte alle Scheiben ab, blieb aber nur 8 Zehntel vor der Deutschen Denise Herrmann.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. November 2020 16:25
aktualisiert: 28. November 2020 16:26