Wer in die Playoffs kommen will, braucht Punkte

29. Januar 2019, 05:52 Uhr
In der Qualifikation wird bis zum letzten Punkt gekämpft. Freiburgs Andrew Miller (links) gegen Steve Mason von den Rapperswil-Jona Lakers
In der Qualifikation wird bis zum letzten Punkt gekämpft. Freiburgs Andrew Miller (links) gegen Steve Mason von den Rapperswil-Jona Lakers
© KEYSTONE/MELANIE DUCHENE
Wer diesmal die Playoffs der Schweizer Eishockeymeisterschaft erreichen will, muss aller Voraussicht nach mehr Punkte holen als je zuvor, seit die Qualifikation über 50 Runden ausgetragen wird.

Die meisten Mannschaften der National League haben in der Regular Season noch 14 Partien vor sich. Die Hochrechnung ergibt, dass 76 Punkte für den 8. Platz gerade noch ausreichen werden und dass eine andere Mannschaft mit 74 oder sogar ebenfalls 75 Punkten nicht weiterkommen wird.

Die Qualifikation über 50 Runden wurde in der Saison 2007/08 eingeführt. In den elf Saisons seither kam jede Mannschaft in die Playoffs, die mindestens 71 Punkte erreicht hatte. Dieser bislang höchste Wert stammt vom Frühling 2014, als Lausanne mit 74 Punkten Achter wurde, aber auch mit den erwähnten 71 Punkten weitergekommen wäre. Das andere Extrem registrierte man 2011. Fribourg zog damals als Achter mit 64 Punkten in die K.o.-Phase ein, 57 Punkte hätten auch schon gereicht.

Wo liegen die Gründe, dass die Plätze in den Playoffs vermutlich so teuer weggehen werden wie noch nie? Die Antwort findet man am oberen Zürichsee und im Landwassertal. Der, über die ganze Saison gesehen, inferiore Aufsteiger Rapperswil-Jona Lakers und der insgesamt enttäuschende HC Davos sind Punktelieferanten, die die Konten der Gegner äufnen. Die beiden abgeschlagenen Mannschaften werden nach der Hochrechnung zusammen auf 75 Punkte kommen. Seit 2008 totalisierten die letzten zwei der Qualifikation mindestens 79 Punkte (2008). 2016 kamen die SCL Tigers und Biel als Elfter und Zwölfter sogar auf 107 Punkte.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 29. Januar 2019 00:10
aktualisiert: 29. Januar 2019 05:52