Ski alpin

«Wir können nur hoffen, dass die Rennen stattfinden»

8. Dezember 2020, 09:25 Uhr
Beat Feuz gewann in den letzten drei Wintern den Disziplinen-Weltcup in der Abfahrt
© KEYSTONE/EPA NTB SCANPIX/GEIR OLSEN
Beat Feuz ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie die Ruhe selbst. Der Berner gibt sich trotz unsicherer Entwicklung der Situation gelassen.

«Viele Momente, in denen ich die Ruhe verliere, gibt es mit Sicherheit nicht», sagt Feuz im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Gleichwohl beschäftigt ihn in den Tagen vor den ersten Speed-Rennen der Saison am Wochenende in Val d'Isère die besondere Ausgangslage. «Wir können nur hoffen, dass die Rennen stattfinden.»

Trotz mehrheitlicher Abschottung in der Vorbereitung hat Feuz einen Tag Training mit dem italienischen Team und dem nach einem Kreuzbandriss zurückkehrenden Dominik Paris hinter sich. Feuz sieht in seinem guten Kollegen aus dem Südtirol bereits wieder einen namhaften Konkurrenten. «Ihm geht es in Bezug aufs Knie sehr gut. Ich denke, dass er für die Rennen bereit sein wird.» Feuz selber hat sein linkes Problemknie seit längerer Zeit «im Griff, weil ich ihm selbstverständlich die nötige Beachtung schenke».

Den Gewinn der Weltcup-Abfahrtswertung in den vergangenen drei Wintern verdankt Feuz seiner Konstanz. Ein Rezept für sein anhaltend hohes Niveau kann er nicht nennen. Er führt es vorab auf die Erfahrung zurück. Der Erfolg wiederum ist nicht das einzige Kriterium, das den weiteren Verlauf seiner Karriere beeinflusst. «Ganz oben steht die Freude am Skifahren. Wenn mir die Freude fehlt, kann der Erfolg noch so gross sein. Dann ist es Zeit zum Aufhören.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Dezember 2020 10:58
aktualisiert: 8. Dezember 2020 09:25