Lausanne - ZSC Lions 2:4

ZSC gewinnt Spitzenduell in Lausanne

18. Dezember 2020, 22:35 Uhr
Ein Abschiedsgeschenk? Pius Suter bringt den ZSC Lions in Lausanne den Sieg
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Die ZSC Lions retten im Spitzenkampf in Lausanne in einer spannenden Schlussphase einen 4:2-Sieg über die Zeit und stehen neu an der Spitze der National League.

Die Löwen aus Oerlikon stehen wieder da, wo sie die letzte Saison vor der Annullation der Playoffs beendet hatten: als Spitzenreiter. Es war vielleicht das Abschiedsgeschenk von Pius Suter, bevor der letztjährige Topskorer sein NHL-Abenteuer bei den Chicago Blackhawks in Angriff nimmt. Der Stadtzürcher nützte nach drei Minuten des Mitteldrittel einen Traumpass des seit Wochen überragenden Denis Hollenstein zum wegweisenden 2:1.

Auf den Rückstand konnten die Waadtländer, die mit einem Sieg ihrerseits an die Spitze hätten vorstossen können, nicht sofort reagieren. Es war im Gegenteil Fredrik Pettersson, der die Lions kurz nach Spielmitte mit zwei Toren in Führung brachte. Sie waren allerdings bereits zuvor das bessere Team.

Nur 35 Sekunden hatten Marcus Krüger gebraucht, um die Zürcher ein erstes Mal in Führung zu bringen. Lausanne versuchte mit, zum Teil etwas übertriebener, Härte Zugriff aufs Spiel zu bekommen. Erst im Schlussdrittel gelang es ihnen aber, wirklich Druck auf das Tor von Ludovic Waeber zu machen. Das 2:3 durch Brian Gibbons im Powerplay 2:04 Minuten vor Schluss kam aber zu spät für die Wende.

Die Lions dürften auch den Wegzug der temporären Verstärkung Suter verkraften. Während ausländische NHL-Leihspieler wie Joe Thornton (Davos), Erik Brannström (SCL Tigers) oder Ryan McLeod (Zug) bereits wieder nach Nordamerika abgereist sind und Gaëtan Haas die Anweisung erhielt, nicht mehr für Bern anzutreten, warten Suter und Lausannes Denis Malgin noch auf den entsprechenden «Rückruf» aus Übersee.

Telegramm:

Lausanne - ZSC Lions 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

1 Zuschauer. - SR Dipietro/Nikolic (AUT), Progin/Duarte. - Tore: 1. (0:35) Krüger (Geering, Morant) 0:1. 15. Bozon (Douay, Emmerton) 1:1. 23. Pius Suter (Hollenstein) 1:2. 32. Pettersson (Noreau, Roe/Powerplaytor) 1:3. 58. Gibbons (Powerplaytor) 2:3 (ohne Torhüter). 60. (59:59) Andrighetto 2:4 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Genazzi) gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Hollenstein.

Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Aurélien Marti; Krueger, Antonietti; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Jäger, Kenins; Leone, Jooris, Almond; Bozon, Emmerton, Douay.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Christian Marti; Morant, Geering; Phil Baltisberger, Berni; Schäppi, Capaul; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Bodenmann, Pius Suter, Hollenstein; Pettersson, Krüger, Sigrist; Pedretti, Prassl, Wick.

Bemerkungen: Lausanne ohne Maillard (verletzt) und Conacher (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher (verletzt), Flüeler und Trutmann (beide krank). Lausanne von 57:32 bis 57:56 und ab 59:02 ohne Torhüter.

Resultate und Rangliste:

Ambri-Piotta - Zug 2:3 (2:1, 0:0, 0:1, 0:1) n.V. Biel - Lugano 2:3 (1:2, 1:0, 0:0, 0:1) n.V. Lausanne - ZSC Lions 2:4 (1:1, 0:2, 1:1). SCL Tigers - Davos 0:5 (0:0, 0:3, 0:2).

1. ZSC Lions 17/35 (60:47). 2. Zug 16/34 (53:39). 3. Fribourg-Gottéron 18/34 (55:50). 4. Lausanne 17/33 (51:39). 5. Genève-Servette 15/27 (47:34). 6. Lugano 13/22 (39:33). 7. Ambri-Piotta 19/21 (43:60). 8. Rapperswil-Jona Lakers 18/20 (46:52). 9. Biel 15/19 (48:49). 10. Davos 16/19 (57:61). 11. Bern 16/16 (33:43). 12. SCL Tigers 16/14 (29:54).

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Dezember 2020 22:25
aktualisiert: 18. Dezember 2020 22:35