ZSC Lions in Unterzahl zum Auswärtssieg

28. März 2018, 07:29 Uhr
Mit viel Einsatz zum Break: ZSC-Stürmer Drew Shore (links) rennt gegen Berns Goalie Leonardo Genoni und Verteidiger Eric Blum an.
© Keystone/Anthony Anex
Die ZSC Lions gewinnen zum Auftakt der Playoff-Halbfinals in Bern dank zwei Toren von Fredrik Pettersson 3:2 - es ist der fünfte Erfolg in den letzten sechs Partien in Bern.

Das Game-Winning-Goal zum 3:2 für die zum fünften Mal in Serie siegreichen Zürcher schoss Ronalds Kenins in der 43. Minute in Unterzahl, wobei SCB-Goalie Leonardo Genoni alles andere als eine gute Figur machte. Es war bereits der dritte Shorthander für die Lions in den laufenden Playoffs und das dritte Tor von Kenins, der in der Qualifikation bloss einmal getroffen hatte und ein Sinnbild für die Auferstehung der Zürcher ist. In der Folge hatte der hoch stehende ZSC die Berner weitgehend im Griff, was die Zuschauer vereinzelt mit Pfiffen quittierten. Die Gäste kamen immer wieder zu gefährlichen Kontern. Zudem hatten sie Glück, als Beat Gerber in der 46. Minute am Pfosten scheiterte.

Schon bei der erstmaligen Führung des ZSC zum 2:1 (13.) hatte das aggressive Boxplay der Gäste sehr gut funktioniert. Das Tor fiel drei Sekunden nach Ablauf einer Strafe gegen Chris Baltisberger nach einem Konter. Fredrik Pettersson zog alleine auf Genoni los und erwischte diesen zwischen den Schonern. Der schwedische PostFinance-Topskorer war schon zum 1:1 (8.) erfolgreich gewesen, nachdem er SCB-Verteidiger Jérémy Kamerzin an der offensiven blauen Linie den Puck abgeluchst und Genoni mit einem präzisen Schuss keine Chance gelassen hatte. Es war für Pettersson das 100. Tor in der höchsten Schweizer Liga und der 29. Saisontreffer.

Trotz der Probleme im Powerplay brachten die Berner einen Treffer in Überzahl zu Stande. Ramon Untersander kam in der 39. Minute für einmal relativ unbedrängt von der blauen Linie zum Schuss, der dank guter Arbeit der SCB-Stürmer Simon Bodenmann und Gaëtan Haas vor dem Tor im Netz einschlug. In der 23. Minute war das vermeintliche 2:2 von Kamerzin (23.) nach einer «Coaches Challenge» von Hans Kossmann wegen Offside aberkannt worden.

Für das 1:0 des Heimteams hatte in der 4. Minute Tristan Scherwey verantwortlich gezeichnet. Allerdings schien das Tor für ZSC-Keeper Lukas Flüeler nicht unhaltbar zu sein. Kurz darauf scheiterte Mark Arcobello am Pfosten. Es wäre das 2:0 gewesen und hätte das Spiel wohl in andere Bahnen gelenkt. Allerdings lagen die Berner schon im letztjährigen Halbfinal gegen Lugano mit 0:1 Siegen im Rückstand - nach einer frühen Führung im ersten Spiel durch ... Scherwey. Danach gewannen sie viermal hintereinander.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 27. März 2018 22:48
aktualisiert: 28. März 2018 07:29