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National League

Zug und ZSC Lions mit imposantem Beginn

8. September 2021, 05:27 Uhr
Die Topfavoriten Titelverteidiger Zug und ZSC Lions starten mit Heimsiegen in die neue Saison der National League.
Ajoies Reto Schmutz (rotes Tenü) hält die Bieler Defensive auf Trab.
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Die Zentralschweizer bezwangen Davos 5:2, die Zürcher gewannen gegen Genève-Servette 4:2. Für Aufsteiger Ajoie setzte es im ersten Spiel in der höchsten Liga nach dem Abstieg im Jahr 1993 eine 1:3-Heimniederlage gegen Biel ab. Das Zähringer Derby entschied Fribourg-Gottéron bei Bern 6:3 zu seinen Gunsten.

Die kleine Revanche der Lions

Mit 0:3 Siegen und nur drei erzielten Toren waren die ZSC Lions im Frühjahr im Playoff-Halbfinal gegen Genève-Servette sang- und klanglos ausgeschieden. Zum Saisonauftakt bezwangen sie die Genfer nach insgesamt fünf Niederlagen in Folge wieder einmal, und zwar 4:2.

Die Basis zum Sieg bildete einen Doppelschlag innert 44 Sekunden kurz nach Spielhälfte. Sowohl Simon Bodenmann im Powerplay (32.) als auch der neue Kanadier John Quenneville (33.) waren mittels Ablenker erfolgreich. 18 Sekunden vor der zweiten Pause erhöhte Verteidiger Patrick Geering vorentscheidend auf 3:0.

Zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Genfer während vier Minuten am Stück in Überzahl spielen dürfen. Daniel Winnik traf in der 24. Minute zur vermeintlichen Führung der Gäste. Das Tor wurde jedoch nach einer Coaches Challenge wegen Offsides aberkannt. Im letzten Abschnitt kamen die Genfer zweimal bis auf zwei Treffer heran, mehr liessen die Zürcher nicht zu. Der Sieg der Lions ging absolut in Ordnung, hatten sie doch wesentlich mehr vom Spiel.

Biel mit fünftem Startspiel-Sieg in Serie

Zwar zeigte Aufsteiger Ajoie eine ordentliche Leistung, dennoch mussten sich die Jurassier Biel geschlagen geben. Es dauerte bis zur 33. Minute, ehe der erste Treffer der Partie fiel. NHL-Rückkehrer Gaëtan Haas stellte in der 33. Minute in Unterzahl seine individuelle Klasse unter Beweis und brachte die Seeländer in Führung. In der 37. Minute profitierte Fabio Hofer von einem Scheibenverlust der Gastgeber in der neutralen Zone und liess sich alleine vor Torhüter Tim Wolf nicht zweimal bitten.

Nach dem Anschlusstreffer von Ajoie durch Daniel Eigenmann (39.) kontrollierten die Bieler die Partie über weite Strecken. Zwei Sekunden vor dem Ende gelang Mike Künzle mit einem Schuss ins leere Gehäuse das 4:2. Die Bieler gewannen zum fünften Mal hintereinander das Startspiel.

Fribourg bestätigt gute Frühform

In der vergangenen Saison hatte Fribourg sämtliche drei Duelle gegen Bern gewonnen, nun siegte es auch im ersten Aufeinandertreffen in der neuen Spielzeit.

David Desharnais brachte die Gäste bereits nach 43 Sekunden in Führung, womit er der erste Torschütze in dieser Saison ist. In der 19. Minute gelang Killian Mottet das 2:0. Zwar reagierten die Berner im Mitteldrittel und glichen durch Thomas Thiry (25.) sowie Jeremi Gerber (35.) aus. Doch erwischten der SCB auch im letzten Drittel einen Horrorstart: Nach nur 15 Sekunden brachte Chris DiDomenico die Freiburger im Powerplay erneut in Führung. Zwar verkürzte Gregory Sciaroni nur 65 Sekunden nach dem 2:4 von Sandro Schmid (44.) auf 3:4 (45.). In der 59. Minute machten aber Nathan Marchon und erneut Mottet mit zwei Toren ins leere Gehäuse alles klar für Gottéron.

Währen Fribourg seine gute Frühform bestätigte - in der Champions Hockey League ist das Team von Trainer Christian Dubé nach vier Partien noch verlustpunktlos -, verloren die Berner nach fünf Siegen in Serie erstmals wieder ein Startspiel.

Telegramme

ZSC Lions - Genève-Servette 4:2 (0:0, 3:0, 1:2)

6882 Zuschauer. - SR Tscherrig/Urban, Fuchs/Duarte. - Tore: 32. (31:45) Bodenmann (Geering, Azevedo/Powerplaytor) 1:0. 33. (32:29) Quenneville (Marti, Roe) 2:0. 40. (39:42) Geering (Sigrist, Hollenstein) 3:0. 45. Pouliot (Rod, Filppula/Powerplaytor) 3:1. 48. Roe (Trutmann) 4:1. 56. Filppula (Tömmernes, Rod) 4:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Geering; Rod.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Weber, Geering; Phil Baltisberger, Trutmann; Guebey; Quenneville, Roe, Andrighetto; Azevedo, Krüger, Bodenmann; Sigrist, Malgin, Hollenstein; Diem, Schäppi, Pedretti; Aeschlimann.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Smons, Maurer; Völlmin, Guignard; Moreno; Vouillamoz, Pouliot, Winnik; Vermin, Filppula, Rod; Moy, Smirnovs, Patry; Antonietti, Berthon, Riat; Cavalleri.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Morant und Riedi. Genève-Servette ohne Karrer, Le Coultre, Mercier, Miranda, Richard und Tanner (alle verletzt).

Ajoie - Biel 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)

3325 Zuschauer. - SR Hebeisen/Fluri, Burgy/Stalder. - Tore: 33. Haas (Unterzahltor!) 0:1. 37. Hofer (Künzle) 0:2. 39. Eigenmann (Gauthier-Leduc) 1:2. 60. (59:58) Künzle (Unterzahltor!) 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 7mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Hauert; Haas.

Ajoie: Wolf; Gauthier-Leduc, Eigenmann; Rouiller, Hauert; Birbaum, Heughebaert; Macquat, Schnegg; Hazen, Devos, Schmutz; Asselin, Frossard, Joggi; Rohrbach, Romanenghi, Huber; Frei, Ness, Bogdanoff.

Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Fey, Forster; Stampfli; Hischier, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Kessler, Sallinen, Hofer; Kohler, Froidevaux, Tanner; Schläpfer.

Bemerkungen: Ajoie ohne Pouilly (verletzt), Biel ohne Hügli (verletzt). Ajoie ab 58:19 ohne Torhüter.

Bern - Fribourg-Gottéron 3:6 (0:2, 2:0, 1:4)

12'700 Zuschauer. - SR Stricker/Stolc, Altmann/Schlegel. - Tore: 1. (0:43) Desharnais (Brodin) 0:1. 19. Mottet (Sutter, Berra) 0:2. 25. Thiry (Conacher, Kahun) 1:2. 35. Jeremi Gerber (Andersson) 2:2. 41. (40:15) DiDomenico (Gunderson, Mottet/Powerplaytor) 2:3. 44. (43:46) Schmid 2:4. 45. (44:51) Sciaroni (Pinana) 3:4. 59. (58:18) Marchon (Jörg) 3:5 (ins leere Tor). 59. (58:56) Mottet (Berra) 3:6 (ins leere Tor). - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Moser; Sprunger.

Bern: Wüthrich; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Mika Henauer; Pinana, Colin Gerber; Thiry; Conacher, Kahun, Daugavins; Praplan, Jeffrey, Moser; Jeremi Gerber, Fahrni, Scherwey; Sciaroni, Neuenschwander, Bader; Berger.

Fribourg-Gottéron: Berra; Diaz, Furrer; Gunderson, Sutter; Kamerzin, Chavaillaz; Jecker; Sprunger, Bykow, DiDomenico; Brodin, Desharnais, Mottet; Herren, Walser, Jörg; Jobin, Schmid, Marchon; Rossi.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Bougro und Dufner (beide verletzt). Bern von 58:13 bis 58:18 und 58:55 bis 58:56 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. September 2021 23:00
aktualisiert: 8. September 2021 05:27