«Wir müssen nicht aufsteigen»

Michael Ulmann, 29. März 2017, 12:20 Uhr
Der FC Wil ist gerettet, mehrere Privatpersonen und Unternehmen aus der Region haben genügend Geld gespendet. Einer von ihnen ist Rolf-Peter Zehnder. Im Interview erklärt der Verleger, wieso er sich dazu entschieden hat.
Rolf-Peter Zehnder, wieso unterstützen Sie den FC Wil?

Ich sah den Betrag, den der FC Wil brauchte und hatte Angst, dass sie das nicht schaffen. Als ich hörte, dass sie nahe dran seien, sagte ich mir: 'So, jetzt musst du über deinen Schatten springen und helfen.'

Und das haben Sie gemacht.

Ja, aber nur mit einem kleinen Betrag. Ich habe mit meinem Interview in den Wiler Nachrichten geholfen, weitere Unternehmer zu mobilisieren.

Wie gross war dieser «kleine Betrag»?

Das will ich nicht sagen.

Bekommen Sie durch die Unterstützung gewisse Privilegien? Ein Mitspracherecht?

Nein. Ich bin schliesslich auch pensioniert und will mich da nicht mehr einmischen.

Wissen Sie, wie viele Unterstützer dabei sind?

Nein, diese Details kenne ich nicht. Aber ich weiss, dass es einige sind.

Und die haben alle viel gespendet?

Ich weiss nur von einem befreundeten Unternehmer, der 30'000 Franken gegeben hat.

Jetzt unterstützen ausschliesslich regionale Unternehmer den FC Wil.

Das ist sehr positiv. Wir sind ein regionaler Club und wollen regional bleiben. Wir müssen nicht in die Nati A aufsteigen. Das hat keinen Wert, es braucht dort nicht zwei Clubs aus dem Kanton.

Der FC Wil ist gerettet und ein neuer Trainer steht an der Seitenlinie. Geht es jetzt wieder aufwärts?

Maurizio Jacobacci habe ich noch in bester Erinnerung. Er war ja schon mal hier. Mit ihm hatte ich stets einen sehr guten Kontakt. Und Jacobacci hatte auch immer einen guten Draht zu den Sponsoren.

Michael Ulmann
veröffentlicht: 29. März 2017 12:20
aktualisiert: 29. März 2017 12:20