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Leichtathletik

Zwei Rekorde und eine Medaille im Visier

4. August 2021, 18:42 Uhr
Die Schweizer Frauenstaffeln nehmen ab Donnerstag Rekorde und eine Medaille ins Visier. Für die Sprinterinnen um Mujinga Kambundji und Ajla Del Ponte ist ein Podestplatz mehr als nur ein Traum.
Mujinga Kambundji (vorne) und Ajla Del Ponto wollen die Sprintstaffel aufs Podest führen
© KEYSTONE/ULF SCHILLER

«Wir suchen die vordersten Positionen», sagte der Staffelcoach Raphaël Monachon. «Wenn dabei der Schweizer Rekord fällt, nehmen wir ihn gerne mit. Aber das erste Ziel ist eine Medaille», fügte der Romand an.

Nach Platz 5 an der WM in London 2017, dem 4. Rang an der EM Berlin 2018, dem 4. Rang an der WM in Doha 2019 und den überragenden Leistungen von Mujinga Kambundji und Ajla Del Ponte in Tokio gehört eine Olympia-Medaille mit der Staffel nicht ins Reich der Träume, sondern sie ist eine Zielsetzung, die nichts mit Überheblichkeit zu tun hat - zumal auch Top-Nationen wie der Favorit Jamaika nicht von Wechselfehlern gefeit sind. In Staffelrennen gehen manchmal unverhofft Türen auf.

Startläuferin gesucht

Die Aufstellung wird erst kurz vor dem ersten Rennen fix, sie steht aber zu grossen Teilen: Ajla Del Ponte auf Abschnitt zwei, Mujinga Kambundji auf der drei und Salomé Kora auf der Zielgeraden. Monachon wird aus dem Trio Sarah Atcho, Cynthia Reinle und Riccarda Dietsche noch die Startläuferin bestimmen. Eine Änderung zu Doha, wo der Schweizer Rekord von 42,18 Sekunden aufgestellt wurde, sticht ins Auge. Ajla Del Ponte läuft neu auf Position 2 und nicht mehr am Start. Im Wüstenstaat hatte die Tessinerin noch in der ersten Ablösung an Sarah Atcho übergeben.

Monachon möchte Mujinga Kambundji bereits für den Halbfinal aufstellen, obwohl die Bernerin sechs Einsätze in den Beinen hat. Das Potenzial der zweifachen Olympia-Finalistinnen würde der Schweiz Sicherheitswechsel erlauben. Sofern Mujinga Kambundji eine Pause benötigt, müsste im Vorlauf bei der Stabübergabe ein höheres Risiko eingegangen werden. So oder so: Die Qualifikation für den Showdown ist Pflicht. Zu diesem kommt es am Freitagnachmittag (15.30 Uhr Schweizer Zeit)

Rekord, aber kein Final

Die Athletinnen der 4x400-m-Staffel sprechen nicht von einer Finalteilnahme. Diese liegt für das Quartett Lea Sprunger, Silke Lemmens, Rachel Pellaud und Yasmin Giger nicht drin. Der Cut dürfte gemäss Coach Peter Haas bei 3:25 Minuten liegen. Den Schweizer Rekord hingegen will die Truppe um Lea Sprunger unbedingt. Die Marke von 3:28,52 Minuten an der WM 1993 in Stuttgart stellte ein Quartett auf, das eine Generation älter ist.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. August 2021 18:05
aktualisiert: 4. August 2021 18:42